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Schweiz / Österreich / Frankreich / Italien

Schweiz: Wallis / Graubünden / Tessin / Uri / Bern / Neuenburg / Baselland

Kanton WallisBinntal

Das Binntal ist ein südliches Seitental der Rhone im Schweizer Kanton Wallis. Die kleine Gemeinde Binn ist mit dem Auto über einen langen Tunnel erreichbar. Etwa drei Kilometer oberhalb liegt die Grube Lengenbach. Auffällig dort ist der helle Dolomit, in dem vor allem goldglänzende Pyritkristalle, aber auch andere schöne Mineralien vorkommen. 1945 barg der Strahler Joseph Imhof einen riesigen, fünf Zentimeter breiten Realgarkristall. Man kann ihn heute im Naturhistorischen Museum in Bern bewundern. In der Grube Lengenbach kommen zahlreiche Arsenmineralien vor, die Metall-Ionen in verschiedenen Mischungen enthalten. Dazu zählen zum Beispiel die Minerale Baumhauerit, Dufrénoysit, Jordanit, Lengenbachit, Sartorit oder Binnit, der eine rundliche, vielflächige Tennantit-(Zn)-Varietät darstellt. Berühmt sind auch die klaren, honiggelben Kristalle der Zinkblende, die als „Honigblende“ bezeichnet werden. Die Grube Lengenbach gilt für mindestens 44 Mineralien als Typlokalität. Damit zählt sie zu den bedeutendsten Mineralienfundstellen der Welt. Heute ist sie weitgehend erschöpft. Im Binntal können aber noch an zahlreichen anderen Fundstellen hervorragende Funde gemacht werden. Auf der Turbenalp kommen zum Beispiel schwarzer Turmalin, Rutil und radial miteinander verwachsene Sideritkristalle vor.



Auripigment
Lengenbach

Baumhauerit
Lengenbach

Binnit
Lengenbach

Dolomit, Pyrit
Lengenbach

Dolomit
Lengenbach

Dolomit
Lengenbach

Dufrénoysit
Lengenbach

Fuchsit
Lengenbach

Jordanit
Lengenbach

Lengenbachit
Lengenbach

Muskovit
Lengenbach

Realgar
Lengenbach

Pyrit, Realgar
Lengenbach

Rutil Sagenitgitter
Lengenbach
Sartorit
Sartorit
Lengenbach
Turmalin
Turmalin: Dravit
Lengenbach
Zinkblende
Zinkblende
Lengenbach
Zinkblende
Zinkblende
Lengenbach

Anatas
Turbenalp

Rutil
Turbenalp

Siderit
Turbenalp
Turmalin
Turmalin: Schörl
Turbenalp

Klinochlor
Blausee

Titanit
Blausee

Rutil in Titanit
Kriegalptal

Aktinolith
Feldbach

Amethyst
Blattjengrat

Tessiner Quarz
Ofenhorn


Kanton Wallis – Felskinn bei Saas Fee

Als Felskinn wird die Seilbahnstation oberhalb von Saas Fee auf 2988 Höhenmeter bezeichnet. Unterhalb der Station liegt der Moränenschutt des Gletschers. Die Gletschermoräne befindet sich unterhalb einer Felswand, daher ist dort das Suchen nach Mineralien lebensgefährlich. Im Schutt und auch in der Felswand befinden sich Adern des metamorphen Gesteins Rodingit. Das helle Gestein ist reich an Mineralien der Granat-Gruppe wie Andradit und Hessonit. Andere typische Mineralien sind Diopsid, Epidot, Klinochlor, Magnetit oder Vesuvianit. Meistens sind die Kristalle aber nur relativ klein. Die Bildbreite der hier vorliegenden Fotos beträgt nur etwa ein bis zwei Zentimeter:



Andradit
Diopsid


Apatit

Diopsid
Hessonit
Klinochlor
Klinochlor
Hessonit


Magnetit


Vesuvianit
Vesuvianit

Vesuvianit


Andere Fundstellen im Wallis

Das Muttenhorn am Furka zählt zum Gotthardmassiv, es liegt auf der Grenze des Kantons Wallis zum Kanton Uri. Die Gemeinde Obergoms liegt unterhalb des Rhonegletschers, aus dem die Rhone entspringt. Die umliegenden Fundstellen umfassen die Walliser Gebiete der Pässe Grimsel, Furka und Nufenen. Zum Gebiet zählt auch das Gerental, das bei Oberwald in die Rhone mündet. Es liefert schönen Ankerit und viele weitere Minerale. Am berühmtesten sind jedoch die „Eisenrosen“ aus rosettenartig aufgefächerten, tafeligem Hämatit. Sie werden in fast allen Gebieten des Obergoms östlich der Rhone gefunden. Fährt man das Rhonetal abwärts, gelangt man bei Ernen zur Rhoneschlucht. Von dort stammen die schönsten Rutile der Schweiz, die als gitterartige verwachsene Drillinge zu einem „Sagenitgitter“ ausgebildet sind. Im geschichtsträchtigen Bergwerk Gondo an der Südrampe des Simplonpasses wurde früher goldhaltiger Chalkopyrit abgebaut. Das Val d'Illiez ist ein Seitental oberhalb von Monthey oder Bex ganz im Südwesten des Kantons. Von dort kommen die schönsten Fensterquarze der Schweiz. Erwähnenswert ist auch das einzige Schweizer Uranerz-Bergwerk La Creusaz oberhalb von Salvan. Die Stollen zeigen einen hohen Mineralreichtum. Neben der Pechblende werden weitere Uranminerale wie Metazeunerit oder Uranophan gefunden.



Bergkristall, Periklin
Furka

Ankerit
Gerental

Eisenrose
Obergoms

Rutil Sagenitgitter
Rhoneschlucht

Ankerit
Mühlebach

Chalkopyrit, Gold
Gondo

Fensterquarz
Val d'Illiez

Fensterquarz
Val d'Illiez

Pechblende
La Creusaz


 
Kanton Graubünden


Graubünden zeichnet sich durch wechselnde Geologie aus. Die Mineralvorkommen in den alpinen Zerrklüften weichen dadurch je nach Gebiet erheblich ab. Die weitere Umgebung von Thusis zeigt im ansonsten eher mineralarmen Bündner Schiefer regional reiche Vorkommen an Bergkristall, der von weiteren Mineralen wie Calcit, Feldspate oder Titanminerale wie Anatas oder Brookit begleitet wird. Der Piz Beverin ist ein markanter Berg zwischen der San-Bernadino-Strecke und dem Safiental. Ausgangspunkt der Strahlertouren ist häufig Wergenstein. Die Bergkristall-Calcit-Kombinationen von dort sind unverkennbar. Der Bergkristall ist ganz klar oder durch Eisen-Beimengungen gelb gefärbt. Man findet dort auch Fadenquarz in vielen Ausprägungsformen. Das Val Russein ist ein Seitental des Vorderrheintales in der Region Surselva. Bei der Alp Cavrein teilt sich das Tal aufwärts in drei Seitentäler, eines davon das Val Gronda da Cavrein, das abgekürzt oft als „Val Cavrein“ bezeichnet wird. Die Fundortangaben kennzeichnen nur allgemein die Gegend, jedenfalls stammen von dort sehr schöne Rauchquarze, die auch als Gwindel auftreten können. Das dritte Gebiet für ungewöhnliche Mineralfunde in Graubünden liegt oberhalb von Disentis/Mustér Richtung Oberalbpass. Unterhalb der Staumauer des Stausees im Val Curnera liegt die Cavradischlucht, die geologisch schon zum Gotthardmasiv gehört. Die dortigen Hämatitkristalle können sechs Zentimeter oder mehr erreichen. Sie zeichnen sich durch ungewöhnlichen Flächenreichtum und Glanz aus. Sehr speziell sind die epitaktisch auf- oder eingewachsenen Rutilkristalle, die einen abgeflachten, prismatischen Habitus zeigen. Auch Quarz und Anatas kommen neben zahlreichen weiteren Mineralen vor. Das ebenfalls sehr mineralreiche Val Nalps ist das nächste Tal östlich vom Val Curnera. Im Val Cristallina bei Medels am Lukmanierpass wird schöner Adular gefunden. Das Calancatal nördlich von Bellinzona ist noch Graubünden. Bei Arvigo kommen büscheliger Adular, Epidot, Prehnit oder Titanit vor.



Bergkristall
Piz Beverin

Bergkristall, Calcit
Piz Beverin

Bergkristall, Calcit
Piz Beverin

Calcit, Bergkristall
Piz Beverin

Calcit, Dolomit
Piz Beverin

Fadenquarz
Piz Beverin

Fadenquarz stängelig
Piz Beverin

Bergkristall, Brookit
Safiental

Zepterquarz
Val Cavrein

Rauchquarz
Val Cavrein

Rauchquarz
Val Russein

Rauchquarz „Gwindel“
Val Russein

Aragonit
Bova Gronda

Hämatit, Rutil
Cavradischlucht

Hämatit, Rutil
Cavradischlucht

Prehnit
Val Nalps
Adular
Adular
Val Cristallina
Epidot
Epidot
Val Calanca
Prehnit
Prehnit, Epidot
Val Calanca



Kanton Tessin

Am Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte man das Mineral Disthen in der Leventina. Im Paragonitschiefer bei der Alpe Sponda und am Pizzo Forno wurden bis zu 20 Zentimeter lange Kristalle gefunden. Staurolith ist häufig epitaktisch mit Disthen verwachsen. Berühmt geworden sind auch die Rubin-Funde am Pizzo Campolungo, der nicht weit davon liegt. Oberhalb von Cevio im Maggiatal liegt Linescio. Dort gibt es in den beiden Steinbrüchen zahlreiche Klüfte, in denen zum Beispiel der seltene Piemontit oder Skolezit gefunden werden. Im Val Bedretto am Nufenenpass gab es einige Zeit lang eine Schürfstelle, wo man gut ausgebildeten Nadelquarz selbst suchen konnte. Die Nadelquarze sind teilweise durch eisenhaltige Verbindungen dicht unter der Kristall-Oberfläche gelb gefärbt.


Disthen
Disthen, Staurolith
Pizzo Forno
Piemontit
Piemontit
Linescio
Piemontit
Piemontit
Linescio
Skolezit
Skolezit
Linescio
Nadelquarz
Nadelquarz
Val Bedretto
Nadelquarz
Nadelquarz
Val Bedretto
Hornblende
Hornblende
Val Canaria



Kanton Uri

Das Gotthardmassiv bildet den Hauptteil des Kantons Uri, der im Süden an den Kanton Tessin grenzt und im Südosten an den Kanton Graubünden. Beim Bau des Gotthardtunnels kamen nur wenige Mineralienstufen auf den offiziellen Markt. Darunter waren einige Bergkristalle, die zu einem Gwindel ausgebildet waren oder bizarre Wachstumformen zeigten. Der Intschi Tobel ist die Schlucht der Reuss unterhalb von Intschi und oberhalb von Erstfeld am Gotthardpass. Dort wurden sehr schöner Fadenquarz, sowie Adular, Anatas oder Rutil gefunden. Während bei der Göscheneralp ungewöhnlich dunkler Rauchquarz oder sogar Morionquarz vorkommt, sind die Rauchquarze im Maderanertal heller und bilden riesige Rasen auf dem Muttergestein.


Bergkristall
Bergkristall
Gotthardtunnel
Fadenquarz
Fadenquarz
Intschi Tobel
Rauchquarz von der Göscheneralp
Rauchquarz
Göscheneralp
Rauchquarz
Rauchquarz
Maderanertal



Kanton Bern

Das Aarmassiv ist ein zentraler Teil der Schweizer Alpen, es erstreckt sich vom Lötschberg im Wallis bis zum Tödi an der Grenze des Kantons Glarus zum Kanton Graubünden. Im Kanton Bern zählen zum Beispiel das Haslital, der Triftgletscher beim Sustenpass, Rotlaui bei Guttannen oder das Grimselgebiet dazu. Die dominierenden Gesteine sind Gneis und Granit, aber auch kristalline Schiefer und Amphibolith kommen vor. Am Triftgletscher findet man Bergkristall, der mit Chlorit vergesellschaftet oder als Fadenquarz ausgebildet ist. Das Sommerloch am Grimsel-Stausee ist ein natürlicher Aufschluss. Dort wurde früher rosa Fluorit in oktaedrischer Form gefunden. Typische Kluftminerale beim Kraftwerk Oberaar am Grimsel sind Ankerit, Quarz, Muskovit und Sphalerit, aber auch Anatas, Apatit, Brookit, Calcit, Fluorit, Galenit, Klinochlor (Chlorit), Rutil, Monazit, Siderit oder Xenotim. Berühmtheit erlangte die Marmotta-Kluft am Grimsel, da der Rauchquarz in einem Murmeltiernest gefunden wurde. An der Gerstenegg gibt es eine geschützte Kluft in einem Zugangsstollen der Kraftwerke Oberhasli. Besucher können durch Fenster die Bergkristalle in ihrer natürlichen Umgebung tief im Berg bestaunen. Weltberühmt sind die Rauchquarze vom Zinggenstock, die zu den größten ihrer Art zählen. Sie sind im Naturhistorischen Museum in Bern ausgestellt. Der Napf ist die höchste Erhebung im Emmental, er liegt an der Grenze zum Entlebuch im Kanton Luzern. Geologisch ist das Gebiet aus Nagelfluh ausgebaut. Dies ist ein Konglomerat aus abgerollten Gesteinen, die mit Bindemitteln wie Sand oder Kalk verfestigt sind. Das Material ist eine Ablagerung aus den Flüssen der Alpen. Aus diesem Grund findet man heute in den Bächen um den Napf herum Seifengold.



Bergkristall, Chlorit
Triftgletscher

Fadenquarz
Triftgletscher

Calcit, Bergkristall
Rotlaui

Rosa Fluorit
Sommerloch

Rauchquarz
Oberaar

Rauchquarz
Marmottakluft

Seifengold
Napf



Kanton Baselland und Kanton Neuenburg (Juramineralien, nicht alpin)


Im Schweizer Jura kommen die für die Kalkgebirge typischen Calcite vor. Der Steinbruch am Liesberg im Laufental im Kanton Basel-Land ist eine berühmte Fundstelle für Fossilien. Dort werden auch Calcit und sehr schöne Schmetterlingszwillinge gefunden. Der Gipsabbau in der Gipsgrube Zegglingen im Baselbieter Jura hatte lange Zeit Tradition. Er lieferte früher glasklare Gipskristalle. Heute ist dort ein Naturschutzgebiet. Zwischen Bielersee und Neuenburgersee im Kanton Neuenburg liegt das Dorf Cornaux. Oberhalb davon befindet sich der Kalksteinbruch der Juracime AG, in dem Calcit und klarer Coelestin gefunden werden.



Calcit
Liesberg

Gips
Zegglingen

Calcit
Cornaux

Coelestin, Calcit
Cornaux



Österreich: Tirol / Salzburg / Steiermark / Kärnten

Tirol

Das Tiroler Zillertal ist vor allem für den roten Almandin-Granat berühmt, der bevorzugt im Glimmerschiefer oder im Talkschiefer wächst. Am Talggenkopf bei Zemmgrund kommt Talk in grünen, blättrigen Aggregaten vor. Im Bezirk Kufstein gibt das Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg einen guten Eindruck über den früheren Kupferbergbau. Gut kristallisierter Azurit, kugeliger Erythrin oder lockiger Malachit aus Brixlegg sind zum Beispiel bei Sammlern begehrt. Der Stockerstollen mit der Silberberghalde ist eine Fundstelle für die beiden smaragdgrünen Minerale Tirolit und Tangdanit, der früher auch als „Klinotirolit“ bezeichnet wurde. Die beiden sehr ähnlichen Minerale sind mit einfachen Mitteln kaum voneinander zu unterscheiden. Ein Tetraedrit-(Hg) wird auch als Schwazit bezeichnet. Er kommt in Brixlegg vor, aber auch bei Schwaz, das etwa 15 Kilometer südwestlich von Brixlegg Richtung Innsbruck liegt. Der Abbau von Bleierzen bei Obernberg am Brenner ist seit der Römerzeit historisch belegt. Von dort stammen Bleiminerale wie Bleiglanz und Bournonit oder Zinkminerale wie Sphalerit und Smithsonit. Das ehemalige Gebiet ist heute ein Naturschutzgebiet, in dem das Sammeln streng verboten ist.



Almandin
Zillertal

Talk
Zillertal

Baryt
Kitzbühel

Calcit
Dirstentritt

Antlerit
Brixlegg

Azurit
Brixlegg

Brochantit
Brixlegg

Azurit, Malachit
Brixlegg

Malachit
Brixlegg

Erythrin
Brixlegg
Tangdanit, Erythrin
Brixlegg
Tirolit
Brixlegg
Schwazit
Brixlegg
Aurichalcit
Schwaz
Tirolit
Schwaz

Hemimorphit
Obernberg

Hydrozinkit
Obernberg

Pyrit
Obernberg

Smithsonit
Obernberg

Sphalerit
Obernberg

Valentinit
Obernberg


Salzburg


Das österreichische Bundesland Salzburg ist nach der gleichnamigen Landeshauptstadt benannt. Das Obersulzbachtal liegt im Bezirk Zell am See in den Hohe Tauern. Das Untersulzbachtal ist das nächste, parallel liegende Tal im Gebiet. In der Gegend gibt es zahlreiche Fundstellen und Schürfungen, die die typischen alpinen Mineralien führen. Im Grünschiefer der Knappenwand wurde der schönste Epidot der Welt gefunden. Manche Kristalle erreichten eine Länge von bis zu einem halben Meter. Durch den Abbau entstand eine mächtige Höhle im Fels. Heute herrscht dort Sammelverbot, der Abbau erfolgt nur noch unter wissenschaftlicher Betreuung der Universität Wien. Das Habachtal ist das nächste Tal weiter östlich. Der im Glimmerschiefer eingewachsene Smaragd hat schon viele Glücksritter angezogen. Sehr speziell ist auch der zweifarbige, rot-grüne Titanit, der am Leiterkogel bei der Teufelsmühle oder bei der Kesselkaralm gefunden wird. Auf der Gemarkung der Gemeinde Rauris im Pinzgau liegen ebenfalls viele Mineralienfundstellen. Aus den alpinen Klüften oberhalb vom Raurisertal sind zum Beispiel auch gut kristallisierter Monazit-(Ce) oder Xenotim-(Y) bekannt. Der Bergbau bei Leogang im Pinzgau lässt sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen. Auf den alten Halden im Bergbaurevier Schwarzleo findet man zum Beispiel den smaragdgrünen Tirolit, der mit kupferhaltigem, weißem Annabergit vergesellschaftet ist. Der Annabergit bildet weiße, radialstralige Aggregate. Von dort kommen auch Kupferarsenate wie der türkisfarbene Parnauit, der smaragd- bis lauchgrüne Euchroit oder der hellgrüne Strashimirit, der kugelförmig-strahlige Aggregate mit faserigem Bruch entwickelt.



Augit
Obersulzbachtal

Rutil, Siderit
Obersulzbachtal
Epidot
Epidot
Untersulzbachtal
Epidot
Amianth, Epidot
Untersulzbachtal

Rutil, Muskovit
Habachtal

Smaragd
Habachtal

Titanit
Habachtal

Zoisit
Habachtal

Rutil, Klinochlor
Rauris

Periklin
Rauris

Monazit-(Ce)
Rauris

Xenotim-(Y)
Rauris

Tirolit
Leogang

Annabergit, Tirolit
Leogang

Euchroit
Leogang

Parnauit
Leogang

Strashimirit
Leogang

Fluorit
Gasteinertal

Arsenopyrit
Mühlberg


Steiermark

Der bekannte steirische Erzberg liegt bei der Stadt Eisenerz im Bezirk Leoben. Die mächtigen Abraumhalden aus dem Tagebau sind nicht zu übersehen. Der Abbau ist heute noch aktiv, es ist die größte Eisenerzmine in Mitteleuropa und das größte Siderit-Vorkommen der Welt. Berühmt vom steirischen Erzberg ist auch der versinterte Aragonit, der sogenannte „Vogelnester“ bildet. Darin liegen Aragonit-Höhlenperlen wie Vogeleier. Der Aragonit kommt dort auch als „Eisenblüte“ vor. So wird das lockige, korallenartige Wachstum beim Aragonit bezeichnet. Bad Gleichenberg liegt in der Südoststeiermark, fast an der Grenze zu Slowenien. Die vorhandenen Thermalwasserquellen ermöglichten der Gemeinde den Aufstieg zu einem Kurort. Der Kolbeckit vom Schlarbaumsteinbruch aus der Gleichenberger Klause ist wohl jedem Sammler bekannt. Das seltene Scandiummineral bildet weiße oder apfelgrüne Kugelaggregate. Der Kaswassergraben oberhalb eines Baches bei Großreifling im Bezirk Liezen birgt Magnesit in einmalig gut ausgebildeten Kristallen. Der Pinolith-Magnesit vom Magnetitbergbau Sunk kommt aus dem Bezirk Murtal, der Steinbruch liegt bei der kleinen Gemeinde Hohentauern. Das Gestein aus Dolomit, Graphit und Magnesit wird dort in großem Umfang abgebaut. Ein paar Kilometer nördlich von Bad Aussee befindet sich das Salzbergwerk Altaussee. Dort wird nicht nur gewöhnliches Steinsalz oder Gips gefördert, sondern es bringt vielleicht den schönsten Polyhalit der Welt ans Tageslicht. Schöner Strontianit kommt aus der Magnesit-Talk-Lagerstätte Oberdorf-Niederdorf bei Sankt-Katharein an der Laming. Im Lobmingbruch bei St. Stefan ob Leoben wird der seltene Mcguinnessit gefunden, der dort zusammen mit Pentlandit und Magnetit vorkommt.



Aragonit „Eisenblüte“
Erzberg

Aragonit „Vogelnest“
Erzberg

Ankerit
Erzberg

Siderit, Bergkristall
Erzberg

Kolbeckit
Bad Gleichenberg

Kolbeckit
Bad Gleichenberg

Magnesit
Kaswassergraben

Magnesit
Kaswassergraben

Pinolithmagnesit
Bergbau Sunk

Polyhalit
Altaussee

Strontianit
Oberdorf-Niederdorf

Mcguinnessit
Lobmingbruch

Pentlandit
Lobmingbruch


Kärnten

Der Grauleitenspitz ist ein Berg auf der Grenze zwischen Kärnten und Salzburg, er liegt südwestlich des Ankogels. Mit der Fundortangabe Grauleiten ist die Halde unterhalb der Südwestflanke gemeint. Sie ist berühmt für ihre Titanminerale wie Anatas, Brookit, Ilmenit, Rutil oder Titanit, aber auch für Monazit oder Xenotim. Dort kommt der Anatas nicht nur oktaedrisch, sondern auch im tafeligen Habitus vor. Östlich davon liegt das Kleinelendtal mit der Fundstelle am Kleinelendkees. 15 Kilometer westlich von Villach liegt Bad Bleiberg. In den Gruben der Umgebung gibt es Blei- und Zinkerze, die schon im Mittelalter abgebaut wurden. Auch Silber und Gold wurde früher aus Erzen aufbereitet. Die Einstellung der Bergbautätigkeit erfolgte 1993. Das Revier um Bad Bleiberg ist bei den Sammlern vor allem aufgrund der Bleiminerale wie Bleiglanz, Cerussit oder Wulfenit bekannt. Auch die gelbe Cadmiumblende, der Greenockit, wird dort gefunden. Das Revier bei Hüttenberg im Bezirk St. Veit an der Glan ist seit der Antike bekannt. Eisenerze wie der Siderit wurden schon vor der Römerzeit abgebaut. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es dort Hochöfen. Heute kann man diese historische und einst sehr ergiebige Mineralfundstelle in einem Schaubergwerk erkunden. Berühmt ist das Revier auch für seine bläulichen Chalcedone und für den klaren Nitrobaryt, der in den Stollen bei Waitschach gefunden wird. Buchholzgraben war einst ein Quecksilberbergwerk, das bei Stockenboi zwischen dem Weißensee und dem Millstätter See liegt. Der rote Zinnober kommt dort im Kalk vor. Die Quecksilbergrube Glatschach liegt etwa 25 Kilometer westlich davon bei Dellach im Drautal. Dort befindet sich das Quecksilbererz im Gneis. Quecksilber gediegen tritt ebenfalls auf.



Anatas Oktaeder
Grauleiten

Anatas tafelig
Grauleiten

Rutil Sagenitgitter
Grauleiten

Titanit
Grauleiten

Anatas, Brookit
Kleinelendkees

Anatas, Rutil
Kleinelendkees

Bergkristall
Kleinelendkees

Baryt, Bleiglanz
Bleiberg

Cerussit
Bleiberg

Greenockit
Bleiberg

Schalenblende
Bleiberg

Wulfenit
Bleiberg

Wulfenit
Bleiberg

Chalcedon
Hüttenberg

Nitrobaryt
Hüttenberg

Siderit
Hüttenberg

Auripigment
Stein bei Dellach

Quecksilber
Glatschach

Zinnober
Buchholzgraben

Klinozoisit
Maltatal

Annabergit
Hirt



 Frankreich



Axinit
Rocher de l'Armentier

Epidot
Bourg d'Oisons

Peridot
Langeac

Peridot
Langeac

Rauchquarz
Mont Blanc



 Italien

Alurgit
Alurgit
Aostatal
Amianth
Amianth
Val Camporcher
Brookit
Brookit
Monte Bregaceto

Gold
Brusson

Hessonit, Diopsid
Bellecombe

Sphalerit
Dosso di Furli

Vesuvianit
Bellecombe











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