Xenotim-Serie
engl. Xenotime
Nach den griechischen Wörtern kénos („scheinbar“) und timé („Wert“)
Formel

Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Xenotim-(Y): YPO4
Xenotim-(Yb): YbPO4
Phosphate
farblos, gelbbraun, rötlich
weiß
Fettglanz, Glasglanz 
durchsichtig bis undurchsichtig
4 – 5
4,4 – 5,1 g/cm³
vollkommen
splittrig

tetragonal
ditetragonal-dipyramidal
XenotimLupe

Beschreibung

Xenotim
Lupe
Prismatisch-säuliger Xenotim-(Y) aus Kolm-Saigurn, Rauris, Salzburg
Die Minerale der Xenotim-Serie werden je nach Aufbau der enthaltenenen Ionen als Xenotim(-Y) oder als Xenotim-(Yb) bezeichnet. Die Kristalle zeigen einen prismatischen oder tafeligen Habitus. Sie sind oft eingewachsen, oder sie liegen als Einzelkristalle vor, die aus dem Gestein irgendwann abgesprengt wurden. Auch körnige oder derbe Aggregate kommen vor. Manche Xenotime enthalten Uran oder Thorium, diese Stücke sind leicht radioaktiv. Ein Xenotim tritt gerne zusammen mit Zirkon und den Mineralien der Monazit-Gruppe auf, er ist aber nicht so hart wie ein Zirkon.

Der Name leitet sich von den griechischen Wörtern kénos („scheinbar“) und timé („Wert“) ab: Früher hielt man das enthaltene Yttrium für ein neues Element. Der alte Name lautet Ytterspat. Als Typlokalität gilt die Insel Hidra im südnorwegischen Flekkefjord, wo der Xenotim 1832 erstmals gefunden wurde. Auch in Ytterby bei Vaxholm in Schweden kommt er vor. Gut ausgebildete Kristalle findet man in Nova Horizonte in der brasilianischen Region Bahia. Xenotim kommt wie Monazit auch in alpinen Klüften vor, zum Beispiel im österreichischen Raurisertal in Salzburg oder am Grauleitenspitz im Kärnten.
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