Huanzalá Mine
Die berühmteste Mine Perus ist zweifellos die Huanzalá Mine im Huallanca District, der sich in den Anden im Südosten Perus befindet. Sie fördert hauptsächlich Blei- und Zinkerze. Berühmt geworden ist sie für ihre einmaligen Pyritstufen. In den 1990er-Jahren waren diese auf dem Mineralienmarkt häufig vertreten, zum Beispiel sah der Autor damals an der Börse in Saint-Marie-Aux-Mine fantastische Lots mit Museumsstufen in allen Ausprägungsformen. Heute stellen solche Stücke große Raritäten dar, zwei davon sind hier abgebildet. Der Autor erinnert sich sehr positiv an den Verkäufer der Firma Peruvian, der an den legendären Heitersheimer Börsen immer sehr freundlich und besonders zuvorkommend auftrat. Häufig bildet der
Pyrit aus Huanzalá Paragenesen mit
Bergkristall. Das unten abgebildete sonnenähnliche Aggregat mit einem Pyritwürfel in der Mitte ist ein Unikat, das es so nicht noch einmal gibt. Auch andere Erze sind gut ausgebildet, zum Beispiel
Enargit,
Fluorit,
Galenit,
Sphalerit oder
Tetraedrit. Das Magnesiumwolframat Huanzalait kommt in der Typlokalität vor.
Huancavelica, Huaron, Pasto Bueno u.a.
Huanzalá darf nicht verwechselt werden mit der Region Huancavelica, die weiter nördlich ebenfalls in den Anden liegt. Die Mineralstufen von dort sind oft nicht mit einer exakten Fundortangabe versehen. Die
Mina San Genaro ist eine alte Silbermine, in der
Silber sowie gut ausgeprägte Silbererze wie Miargyrit, Proustit,
Pyrargyrit oder Stephanit gefunden wurden. Der bei Sammlern bekannte strahlige
Epidot stammt aus dem
Pampa Blanca Distrikt in Huancavelica. Das Bergbaugebiet
Huaron ist ein weiteres Fundgebiet in Peru, das für schöne Erzminerale wie
Antimonit,
Pyrit oder
Zinkblende bekannt ist. Es befindet sich ungefähr 50 Kilometer südlich von Cerro de Pasco. Eine Rarität stellt der traubige
Fluorit dar, der mit
Calcit und
Dolomit kombiniert ist. Aus den Minen um
Cerro de Pasco stammt schöner
Bournonit, der auch als
„Rädelerz“ bekannt ist. Die
Huayllapon Mine im Bergbaurevier
Pasto Bueno in der Provinz Pallasca ist bekannt für hervorragend ausgebildeten Hübnerit, einem bedeutenden Wolframerz aus der Wolframit-Gruppe. Eine Rarität sind die Quarzkristalle aus Pasto Bueno, wenn sie zu Japaner Zwillingen ausgebildet sind. Schöner
Arsenopyrit kommt aus der
Huinac Mine im La Merced Distrikt in der Provinz Aija.
Rhodochrosit (und Silber) aus Peru
Neben dem Pyrit ist aus Peru vor allem auch der Rhodochrosit bekannt. Die
Uchucchacua Mine befindet sich ein einem Bergbaurevier bei Oyón in der Region Lima. Sie ist berühmt für ihren hervorragend ausgebildeten
Rhodochrosit in Skalenoedern und für schönen Fluorit in Oktaedern, der häufig mit den vorkommen Erzen kombiniert ist. Auch
Akanthit und lockiges
Silber stammen aus der Mine. Im Morococha Distrikt befinden sich mehrere Minen, die den typischen rhomboedrischen Rhodochrosit in rosaroter Farbe liefern, zum Beispiel die
Mina Santa Rita. Rhodochrosit kommt in vielen Minen Perus vor, zum Beispiel auch in der
Quiruvilca Mine in der Region La Libertad.