Reines
Kalium ist ein sehr weiches, silbergrau glänzendes Leichtmetall. Es
ist weicher als Natrium. An der Luft läuft
es sehr rasch an und bildet zunächst eine Schicht aus Kaliumoxid,
die allmählich zu Kaliumhydroxid und dann zu Kaliumcarbonat übergeht.
Aufgrund dieser Eigenschaft wird Kalium unter Paraffinöl als Schutzflüssigkeit
aufbewahrt. Altes Kalium bildet an der Oberfläche Peroxidkrusten.
Diese können bei Berührung - beispielsweise mit einem Messer
- heftig explodieren.
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Lithium,
Natrium und Kalium im Vergleich
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Vergleich der frischen
Schnittflächen der ersten drei Alkalimetalle
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Filme
erhältlich auf >DVD
Kalium ist ein sehr unedles
Metall. Mit Sauerstoff verbrennt es mit violetter
Flammenfarbe zu Kaliumperoxid (K2O2) oder Kaliumhyperoxid
(KO2):
K + O2
KO2 ΔHR
= -282 kJ/mol
2 K + O2
K2O2 ΔHR
= -495 kJ/mol
Eine violette Flammenfarbe
erhält man auch, wenn Kaliumsalze mit der Flammprobe untersucht werden.
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Unterscheidung
von Salzen mit der Flammenfarbe
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(nur auf CD-ROM)
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Befeuchtet man ein Magnesiastäbchen
mit verdünnter Salzsäure und benetzt man
dieses mit Salz, zeigt
sich bei den Alkalimetallsalzen eine typische Flammenfarbe,
wenn man das Stäbchen
in die rauschende Brennerflamme hält.
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Wirft man ein kleines
Stückchen Kalium auf eine Wasseroberfläche, schmilzt es zu einem
Kügelchen und reagiert in einer heftigen Reaktion zu Kaliumhydroxid
und Wasserstoff. Dabei entzündet
sich der entstehende Wasserstoff und verbrennt. Die rotviolette Flammenfarbe
wird durch die vorhandenen Kaliumionen verursacht. Gegen Ende der Reaktion
explodiert das Kalium oft. Eine Reaktion findet auch auf Eis statt.
Das gebildete Kaliumhydroxid
(KOH) reagiert mit den überschüssigen Wasser sofort weiter zu
Kalilauge.
2 K + 2 H2O
2 KOH + H2
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Kalium
reagiert mit Wasser
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Gibt man kleine Kaliumstücke
auf Wasser, verbrennen diese sofort mit
rotvioletter Flamme.
Der weiße Rauch besteht aus Kaliumhydroxid.
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Dieser
Versuch ist für die Schule nicht geeignet.
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Besonders gefährlich
ist es, wenn das Kalium erwärmt wird. Aufgrund des niedrigen Schmelzpunktes
kann es schon am Sonnenlicht schmelzen. Geschmolzenes Kalium ist sehr reaktionsfähig,
Spritzer im Auge und auf der Haut verursachen schwere Verätzungen
oder führen zu schweren Verbrennungen.
Mit den Halogenen bildet
Kalium schon bei Zimmertemperatur explosionsartig die entsprechenden Salze:
2 K + Cl2
2 KCl ΔHR
= -872 kJ/mol
Mit Säuren entstehen
unter heftiger Reaktion Wasserstoff und das
Kaliumsalz der Säuren, so entsteht mit Salzsäure das Salz Kaliumchlorid
und gasförmiger Wasserstoff:
2 K + 2 HCl
2 KCl + H2
Kalium lässt sich
auch sehr leicht mit Natrium legieren. Mischt
man 78% Kalium und 22% Natrium erhält man eine Legierung, mit einer
sehr niedrigen Schmelztemperatur von -11,4°C. Derartige Legierungen
reagieren mit flüssigen, halogenorganischen Verbindungen sehr explosiv;
die ersten Versuche dazu führte der deutsche Chemiker Hermann
Staudinger durch. |