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Sylvin
 
Fundort: Salton Sea/Kalifornien/USA
Kurzportrait Der Sylvin (auch Sylvit oder Sylvinit) ist im Gegensatz zum Halit nicht aus Natriumchlorid, sondern aus Kaliumchlorid aufgebaut. Meistens kommt er in einem Mineraliengemisch im Kalisalz vor. Dort dient er zur Gewinnung von Kaliumverbindungen, die für die Herstellung von Düngemittel von Bedeutung sind. Gut ausgebildete Sylvin-Kristalle sind sehr selten. Sie bilden gerne Oktaeder aus, es kommen aber auch würfelförmige Kristalle vor. Bei den Stufen aus Wathlingen bei Celle in Niedersachsen sitzen die oktaedrischen Sylvine auf dem wüfelförmigen Halit; aus Salton Sea/Kalifornien kommen perfekte Oktaeder. Das Mineral ist nach dem niederländischen Physiker und Chemiker Sylvius de le Boe (1614-1672) benannt. Der Sylvin ist nicht so gut wasserlöslich wie der ähnliche Halit
Formel (Familie)
KCl (Halogenide)
Farbe
farblos, weiß, rötlich, gelblich
Strich und Glanz
weiß; Glasglanz
Härte und Dichte
2 (Mohs); 1,9 - 2,0 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch
vollkommen (Würfel); Bruch uneben
Kristallsystem und Formen
kubisches System; Kristalle selten: Oktaeder, vereinzelt auch Würfel, Rhombendodekaeder, Tetrakishexaeder
Aggregate
Kristalle, Zwillinge, körnig, dicht, spätig, Ausblühungen
Nachweis
salziger Geschmack, violette Flammenfärbung (Kaliumatome), aber meist durch gelbe Flammenfärbung überdeckt, schmilzt vor dem Lötrohr, löst sich nicht ganz so gut im Wasser wie Halit, Sylvin bevorzugt eher oktaedrische Kristallformen
Fundorte (Auswahl) Kalisalzaggregate: Kalisalzlagerstätten weltweit, z.B. im Rheintal bei Buggingen; gut ausgebildete Kristalle: Salton Sea/Kalifornien, Wathlingen bei Celle oder Wunstorf/Niedersachsen
 
Sylvin
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Sylvin auf Halit
Wathlingen bei Celle/Dt.
Kalisalz mit Sylvin
Buggingen/Dt.