Greenockit, Cadmiumblende
engl. Greenockite
Nach dem britischen General Lord Greenock
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
CdS
Sullfide
gelb, orange, rot
gelb, orange
Fett-, Harz- oder Diamantglanz
durchscheinend bis undurchsichtig
3,5 –4
4 – 5 g/cm³
deutlich
muschelig

hexagonal
dihexagonal-pyramidal
GreenockitLupe

Beschreibung

Der Greenockit ist ein meist knallgelbes oder auch rötliches Cadmiummineral. Prismatische oder pyramidale Kristalle sind sehr selten, meistens befindet sich das Mineral als krustiger oder erdiger Überzug auf anderen Mineralen wie Sphalerit. Aus diesem kann es sich durch Verwitterungsprozesse bilden. Beim Erhitzen vor dem Lötrohr entsteht stark toxisches, rotbraunes Cadmium(II)-oxid und Schwefeldioxid.

Greenockit
Lupe
Greenockit aus Hagendorf-Süd
Der Greenockit ist nach dem britischen General Lord Greenock benannt. Auf seinem Land wurde um 1840 das Mineral erstmals entdeckt. Als Typlokalität gilt der Bishopton Tunnel in Schottland.

In Deutschland wird der Greenockit in der Grube Michael bei Lahr, in der Grube Clara, im südbadischen Badenweiler, in der Grube Hagendorf-Süd in Oberfranken oder im sächsichen Erzgebirge gefunden. In Österreich kommt er im Bergbaurevier um Bad Bleiberg in Kärnten vor. Auch aus Tsumeb sind Funde bekannt. Im 19. Jahrhundert diente der Greenockit vereinzelt zur Herstellung eines gelben Cadmiumpigments. Als Erz zur Gewinnung von Cadmium hat er aufgrund seiner Seltenheit nur eine geringe Bedeutung.
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