Connellit
engl. Connellite
Nach dem schottischen Chemiker Arthur Connell (1794–1863)
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Cu19[Cl4(OH)32/SO4] • 2 H2O
Halogenide, Sulfate
blau, himmelblau
blau
Glasglanz
durchscheinend
3
3,4 g/cm³
keine
muschelig

hexagonal
dihexagonal-dipyramidal
Connellit aus LaurionLupe
Eigenschaften
Kristallformen
Geschichte
Vorkommen
Verwendung
Beschreibung

Connellit
Lupe
Connellit von der Oberhütte bei Eisleben, Landkreis Mansfeld-Südharz
Connellit
Lupe
Connellit aus der Grube Clara im Schwarzwald
Connellit
Lupe
Connellit aus Avissalos auf Serifos, Griechenland
Connellit
Lupe
Connellit mit Spangolith aus Avissalos
Eigenschaften

Der Connellit ist ein selten vorkommendes, blaues Kupfermineral, das sehr spröde ist. Es ist gegen Wasser beständig, wird aber durch Säuren und durch Laugen wie Natronlauge oder Ammoniaklösung zersetzt. Vor dem Lötrohr schmilzt es zu einer dunklen Kugel. Die Flammprobe zeigt eine blaugrüne Flammenfärbung.


Kristallformen und Wachstum

Der Connellit kristallisiert nach dem hexagonalen System. Der Habitus der Kristalle ist langprismatisch-nadelig, die Kristalle messen nur wenige Millimeter und zeigen eine Längsstreifung. Häufig sind Kristallbüschel, die radialstrahlig angeordnet sein können. Dadurch entstehen kugelartige Gebilde. Auch faserige oder derbe Aggregate, sowie filzige Überzüge kommen vor. Der Connellit ist häufig mit dem Mineral Buttgenbachit durchmischt. Er sucht die Gesellschaft von Azurit, Brochantit, Chrysokoll, Cuprit, Malachit, Spangolith und weiteren Kupfermineralen.


Geschichte

Als Typlokalität gilt Wheal Providence in Carbis Bay, ein Städtchen in der englischen Grafschaft Cornwall. Die Erstbeschreibung des Fundes an der Typlokalität erfolgte im Jahr 1802 durch den britischen Mineraliensammler Philip Rasleigh (1729–1811). Eine chemische Analyse nahm der schottische Chemiker Arthur Connell (1794–1863) im Jahr 1847 vor. Nach ihm wurde das Mineral drei Jahre später benannt.


Vorkommen

Der Connellit kommt in der Oxidationszone von Kupfererz-Lagerstätten vor. Funde aus Deutschland stammen zum Beispiel aus der Grube Clara im Schwarzwald, von der Schlackenhalde am Silberbach bei Schulenberg im Oberharz oder aus dem Kupferschiefer im Landkreis Mansfeld-Südharz im Bundesland Sachsen-Anhalt. Besonders schöne Connellitkristalle findet man bei der Schlackenhalde Avissalos auf der griechischen Insel Serifos. Die Kristalle von dort sind häufig mit kleinen, grünen Spangolithkristallen kombiniert. Brochantit wächst oft direkt daneben in kleinen Hohlräumen. Auch die Minen bei Laurion in Griechenland liefern schönen Connellit.


Verwendung

Das Mineral ist wegen seiner leuchtend blauen und bizarren, aber oft nur mikroskopisch kleinen Aggregate vor allem bei den Micromountsammlern bekannt. Es kommt selten vor und hat keine technische Bedeutung.
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