Sorbit C6H14O6
 |
Aussehen weißes, feinkristallines Pulver
Vorkommen Früchte von Kernobst
|
Molmasse
182,171 g/mol
AGW keine Angaben
Dichte 1,489
g/cm3
Schmelzpunkt +97 °C
Wasserlöslichkeit
Konz. bei 20 °C 689
g/l |
| - |
- |
Entsorgung
Hausmüll |
| Etikett
drucken |
Deutsche Bezeichnung
Synonyme (deutsch) |
Englische Bezeichnung
Synonyme (engl.) |
| CAS 50-70-4 |
Sorbit, Sorbitol
D-Glucitol |
Sorbitol
D-Glucitol |
Eigenschaften
Der Sorbit ist in
der Apotheke als süß schmeckendes feinkristallines
Pulver oder als konzentrierte wässrige Sorbitol-Lösung
erhältlich. Der Stoff ist nach dem englischen Naturforscher Henry Clifton Sorby (1826–1908) benannt. Der sechswertige Zuckeralkohol ist
außerordentlich gut wasserlöslich und bildet in höheren
Konzentrationen einen Sirup. Aus der Lösung kristallisiert ein
Hydrat aus. Wasserfreier Sorbit ist stark hygroskopisch und zieht
Luftfeuchtigkeit an. Sorbit löst sich auch in warmem Ethylalkohol.
In organischen Lösungsmitteln wie Diethylether ist er
unlöslich.

Sorbit ist weniger kariesfördernd als Saccharose oder andere Zucker. Die in den Apotheken erhältliche
Sorbit-Lösung ist wie die Fructose als Süßstoff für
Diabetiker geeignet. Sorbit ist für Menschen mit
Sorbitunverträglichkeit und mit Fructoseintoleranz gefährlich.
Sorbit wird im Stoffwechsel zu Fructose umgebaut. Er erzeugt bei diesen Menschen Blähungen, in höheren
Konzentrationen Durchfälle und Kopfschmerzen, langfristig auch
Leberschäden. Die Süßkraft des Sorbits ist geringer als
die von Saccharose oder Fructose. Daher ist dieser versteckte
Zuckeraustauschstoff in Lebensmitteln für Menschen mit
Unverträglichkeiten besonders heimtückisch. Sorbit kann in
zahlreichen Nahrungsmitteln enthalten sein, beispielsweise in Bonbons,
Kaugummis, Brot oder Obst.

In den Apotheken ist
eine wässrige Sorbit-Lösung für Diabetiker erhältlich,
für Menschen mit
Sorbit- oder Fructoseintoleranz ist sie gefährlich.
|
Herstellung
Monosaccharide wie Glucose oder Fructose lassen
sich mit Natriumboranat oder katalytisch mit Wasserstoff zu mehrwertigen Alkoholen reduzieren. Die Carbonylgruppe des Fructose-Moleküls wird bei der Hydrierung zu einer Hydroxygruppe reduziert. Auf diese Art und Weise erhält
man die sechswertigen Alkohole und Diastereomere Sorbit und Mannit. Da sie durch eine Reduktion eines Zuckers entstehen, nennt man sie auch Zuckeralkohole.
|
Verwendung
Sorbit ist wie die Fructose ein Zuckerersatzstoff für Diabetiker. Er wird als
Feuchthaltemittel (E420) zahlreichen Lebensmitteln zugesetzt, er findet
sich zum Beispiel im Senf, in der Mayonnaise, in weichen Brotsorten oder
in der Schokolade. In der Zahnpasta wird er als Süßstoff
eingesetzt. Sorbit wird auch zur künstlichen Herstellung von Vitamin C benötigt. Nitrosorbit ist ein brisanter Sprengstoff, er wird durch
eine Veresterung des Sorbits mit Nitriersäure hergestellt.
|
|