Mixit toxisch
engl. Mixite
Nach dem Bergbauingenieur Anton Mixa (1838–1906)
Formel  
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
BiCu6(AsO4)3(OH)6 • 3 H2O 
Arsenate
grün, blaugrün, grasgrün
grün

Glasglanz, Seidenglanz, matt
durchsichtig bis durchscheinend
3 – 4
3,8 g/cm³
keine
faserig

hexagonal
hexagonal-dipyramidal
Mixit aus LaurionLupe
Eigenschaften
Mixit-Gruppe
Kristallformen
Geschichte
Vorkommen
Verwendung
Beschreibung

Eigenschaften


Der Mixit ist ein seltenes Mineral, das intensiv grasgrün oder blaugrün gefärbt ist. Aufgebaut ist der Mixit aus Bismut-, Kupfer-, Hydroxid- und Arsenat-Ionen, sowie aus einem Kristallwasseranteil. Er ähnelt dem Agardit, dessen Farben in der Regel nicht ganz so stark leuchten. Derbe Aggregate sind matt, während Kristalle Glasglanz oder Seidenglanz aufweisen. Die Kristalle zerfasern, wenn man versucht sie zu zerbrechen, sie weisen keine Spaltbarkeit auf. Der Mixit löst sich in Salzsäure auf. Vor dem Lötrohr schmilzt er unter Bildung toxischer Arsenverbindungen, die an einem Knoblauchgeruch wahrnehmbar sind. Die Marshprobe verläuft positiv.


Mixit-Gruppe

Der Mixit ist der Hauptvertreter der Mixit-Gruppe: Die Mineralien dieser Gruppe kristallisieren im hexagonalen System und bilden radialstrahlige Prismen oder starke krustige Überzüge. Die Mineralien der Agardit-Gruppe zählen ebenfalls dazu. Oft bildet der Mixit Mischkristalle mit diesen Vertretern, so dass eine Unterscheidung kaum möglich ist.


Kristallformen und Wachstum

Der Mixit kristallisiert nach dem hexagonalen Kristallsystem. Der Habitus der Kristalle ist nadelig bis haarförmig. Es kommen kleine, dünne Kristalle vor, die gestreift sind und gerne Büschel bilden. Man findet auch derbe und erdige Aggregate. Typische Begleitminerale sind zum Beispiel Adamin, die Agardite, Bismut, Erythrin, Malachit oder Konichalcit.


Geschichte

Der Mixit wurde erstmals in der Rovnost Mine bei Jáchymov in der tschechischen Region Karlsbad entdeckt und 1880 durch den österreichischen Mineralogen Albrecht Schrauf (1837–1897) beschrieben. Er benannte das Mineral nach seinem Entdecker, dem böhmischen Bergbauingenieur Anton Mixa (1838–1906).


Vorkommen

Mixit kommt in der Oxidationszone von Bismuterz-Lagerstätten vor. Bei Micromount-Sammlern sind vor allem die Mixite aus der Grube Clara und aus Wittichen im Schwarzwald oder aus dem griechischen Laurion bekannt.


Verwendung

Das Mineral kommt nur sehr selten vor, es hat keine technische Bedeutung. Es wird aber aufgrund seiner auffälligen Farben und Formen gerne von Micromount-Sammlern gesammelt. Das Arsenmineral muss aufgrund seiner Toxizität in geschlossenen Dosen aufbewahrt werden.
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