Osmium Rhodium  Meitnerium Platin  
 Iridium                                               77Ir
 engl. iridium; griech. iris ("Regenbogen") 
 
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Relat. Atommasse   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit  
 
192,217    
77   
2446 °C    
4428 °C    
6, 5, 4, 3, 2, 1, 0, -1   
22,562 g/cm³   
6,5   
2,20 (Pauling)    
[Xe]4f145d76s2   
Ir-191  37,3%   
Ir-193  62,7% 
 

     

Film

26 sek
Ein Iridiumblech  wird mit dem Schweißbrenner auf Weißglut erhitzt? Kann es widerstehen?
    
  GHS-Piktogramme  
  Gefahr
Gefahren (H-Sätze)  
H 228 

Diese Kennzeichnung gilt für Pulver. 
Das kompakte Metall ist nicht 
kennzeichnungspflichtig.
CAS-Nummer 
7439-88-5 
  

 
 
 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Reines Iridium ist ein silbrig glänzendes, sehr hartes und sehr sprödes Edelmetall, das nach Osmium die zweithöchste Dichte aller reinen Metalle besitzt. Das Metall ist als Werkstoff sehr schwer zu bearbeiten. Iridium ist das beständigste aller Platinmetalle. Es wird von keiner Säure und nicht einmal von Königswasser angegriffen. Ein Ring aus Iridium kann selbst mit einem Schweißbrenner nicht zerstört werden. Iridiumpulver reagiert nach starkem Erhitzen mit dem Brenner mit reinem Sauerstoff unter Bildung von schwarzem Iridium(IV)-oxid:  
  
Ir  +  O reagiert zu  IrO2      ΔHR = -274 kJ/mol 
  
Mit Chlor reagiert Iridium zu olivgrünem Iridium(III)-chlorid IrCl3 oder zu braunem Iridium(IV)-chlorid IrCl4. Mit Fluor entsteht gelbes, leicht flüchtiges Iridium(VI)-fluorid. Aus diesem kann gelbgrünes Iridium(V)-fluorid hergestellt werden. Viele Iridiumsalze sind farbig.
   
Toxikologie 
Iridium kommt als Beimengung in Dental-Legierungen vor. Da es nur in geringsten Mengen beigemischt ist, liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. 
  
Vorkommen 
Häufigkeit   sehr selten
 
Das Element Iridium ist auf der Erde etwa fünfmal seltener als Gold und Platin. In der Natur kommt es elementar im gediegenen Zustand vor und findet sich selten in Form von kleinen runden Körnern. Meist tritt es in Begleitung des Platins auf und kommt zusammen mit Osmium in dem Mineral Iridosmium vor. Wichtige Vorkommen liegen in Witwatersrand/Südafrika, im Ural, in Nord- und Südamerika, in Tasmanien, in Borneo und in Japan.
  
 
 
Iridosmium aus Kamtschatka/Russland



 Die Nuggets zeigen bei starker Vergrößerung schöne Kristallformen.
 
 
Geschichte 
Im Jahre 1804 entdeckte der Chemiker Smithson Tennant (1761-1815) in London das Iridium zusammen mit dem Osmium. Er untersuchte die beim Lösen der Platinerze im Königswasser erhaltenen unlöslichen Rückstände und konnte daraus die beiden Elemente herstellen. Aufgrund der farbigen Salze des Iridiums benannte er das neue Element nach dem griechischen Wort iris für Regenbogen.
  
Herstellung
Iridium fällt zusammen mit den anderen Platinmetallen bei der klassischen Platinherstellung an. Nach einer Behandlung des Platins mit Königswasser finden sich Ruthenium, Osmium, Rhodium und Iridium im unlöslichen Rückstand, während Platin, Gold und Palladium gelöst werden. Die ungelösten Metalle werden einzeln durch chemische Reaktionspartner abgetrennt. Durch Schmelzen mit Natriumperoxid und Wasser bildet sich Iridium(IV)-oxid. Dieses zerfällt beim Glühen in Iridium und Sauerstoff. Effizienter ist heute aber das moderne Verfahren mit Hilfe der Solvent-Extraktion bei der Platingewinnung.
  
Verwendung 
Platin-Iridium-Legierungen mit 20 bis 30 Prozent Iridium werden aufgrund ihrer großen Härte und Korrosionsbeständigkeit in Spitzen von Füllfederhaltern, in Injektionsnadeln, in chirurgischen Instrumenten, in Labortiegeln, in elektrischen Schaltkontakten, in Zündkerzen für Flugzeugmotoren oder in Schmuck eingesetzt. Das Urmeter und das Urkilogramm enthalten eine Legierung aus 90 Prozent Platin und 10 Prozent Iridium. Die Gläser hochwertiger Sonnenbrillen sind mit einer dünnen Iridiumschicht zum UV-Schutz bedampft. 
 
 
Sonnenbrillen mit Iridiumbeschichtung

Sonnenbrillen   

Das Iridium gewährleistet einen guten UV-Schutz
 
 
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