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| Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist vermutlich bei allen Lanthaniden und deren Verbindungen die Wirkung auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und die Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Die löslichen Verbindungen reichern sich in der Leber und in den Knochen an. Da die Lanthanide meist nur in geringen Mengen inhaliert werden - beispielsweise über Rauch von Lichtbogenlampen - liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. |
Neodym
ist ein relativ häufig vorkommendes Lanthanid.
Mit einem Anteil von 0,0022% steht es an 33. Stelle der Elementhäufigkeit.
Es steht damit nach dem Zinn und noch vor dem
Blei. Es kommt chemisch gebunden oft in Begleitung
mit dem Praseodym in den Mineralien der Monazit-Gruppe
und der Cerit-Gruppe vor.
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| Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Cerit-Erde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben (siehe Grafik beim Element Cer). Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. |
| Nachdem die Erze mit den Lanthaniden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium. |
Das
Metall wird zur Erhöhung der mechanischen Eigenschaften mit anderen
Metallen legiert, so auch in Magnesiumlegierungen. Wie Cer
dient es aufgrund seiner pyrophoren Eigenschaften zur Herstellung von Feuersteinen.
Neodym ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Aktivatoren für
Farbbildröhren. Es ist auch ein Bestandteil des Nd-YAG-Lasers (Yttrium-Aluminium-Granat-Laser).
Neodym(III)-oxid-Zusätze färben Gläser rot bis violett.
Diese Gläser werden in der Astronomie zum Kalibrieren eingesetzt.
Neodym-Eisen-Bor-Legierungen (zum Beispiel Nd2Fe14B)
stellen Werkstoffe mit hohen ferromagnetischen Eigenschaften dar.
Daraus lassen sich sehr starke
Magnete fertigen.
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| Copyright: Thomas Seilnacht |