Praseodym  Uran Promethium
 
 Neodym                                         60Nd
 engl. neodymium; griech. neós und didymos ("neuer Zwilling")
 
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Relat. Atommasse   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit  
  
  
  
  
  
 
144,242   
60    
1016 °C   
3074 °C    
3    
7,008 g/cm³   
2 - 3   
1,14 (Pauling)     
[Xe]4f46s2   
Nd-142: 27,2%   
Nd-143: 12,2%   
Nd-144: 23,8%   
Nd-145: 8,3%   
Nd-146: 17,2%   
Nd-148: 5,7%   
Nd-150: 5,6% 
 
 
      
   
GHS-Piktogramm  
 Gefahr
Gefahren (H-Sätze) 
 
H 228, 315, 319, 335 
   
(Pulver)
CAS-Nummer  
  
7440-00-8  
    
 
 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Neodym ist ein silberweiß glänzendes Schwermetall, das an der Luft schnell anläuft. Das Metall ist sehr unedel, es oxidiert an der Luft und bildet eine gelbliche Oxidschicht, daher sollte es unter Luftabschluss aufbewahrt werden. Neodympulver ist pyrophor und kann sich an der Luft von selbst entzünden. Mit Wasserstoff reagiert es zu Neodymhydrid  NdH2. In heißem Wasser löst es sich auf und bildet Wasserstoff und Neodymhydroxid  Nd(OH)3. Auch in verdünnten Säuren wird Neodym aufgelöst. Das Salz der Schwefelsäure, das Neodym(III)-sulfat  Nd2(SO4)3 8 H2O, bildet rosaviolette Kristalle und löst sich im Wasser mit violetter Lösung.   
 
 
 Sulfate der Lanthaniden
 
 
 
 
 Die Sulfate bilden farbige Lösungen und Kristalle.
 
   
Toxikologie 
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist vermutlich bei allen Lanthaniden und deren Verbindungen die Wirkung auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und die Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Die löslichen Verbindungen reichern sich in der Leber und in den Knochen an. Da die Lanthanide meist nur in geringen Mengen inhaliert werden - beispielsweise über Rauch von Lichtbogenlampen - liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. 
  
Vorkommen 
Neodym ist ein relativ häufig vorkommendes Lanthanid. Mit einem Anteil von 0,0022% steht es an 33. Stelle der Elementhäufigkeit. Es steht damit nach dem Zinn und noch vor dem Blei. Es kommt chemisch gebunden oft in Begleitung mit dem Praseodym in den Mineralien der Monazit-Gruppe und der Cerit-Gruppe vor. 
 
 
 Monazit-(Ce) aus Iveland/Norwegen
 
 
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 Die Mineralien der Monazit-Gruppe dienen zur Gewinnung der Lanthanide.
 
 
Geschichte 
Bereits im Jahre 1839 konnte Mosander aus der Cerit-Erde einen Stoff herstellen, den er als Didym-Erde bezeichnete. Im Jahre 1885 zerlegte der österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) die Didym-Erde in zwei Elemente, in das Praseodym und das Neodym. Ihm wird die Entdeckung beider Elemente zugeschrieben (siehe Grafik beim Element Cer). Die Silbe dym geht auf das griechische Wort didymos ("Zwilling") zurück. Das Neodym erhielt seinen Namen aufgrund der Vorsilbe neo in Anlehnung an das griechische Wort neós ("neu"). Das Praseodym wurde nach dem griechischen Wort prásinos ("lauchgrün") benannt, in Anlehnung an die lauchgrüne Farbe des Praseodymoxids. 
  
Herstellung     
Nachdem die Erze mit den Lanthaniden angereichert wurden, trennt man die Metalle durch Ionenaustausch-Chromatografie oder durch Flüssig-flüssig-Extraktion. Die Gewinnung des Metalls erfolgt durch eine Schmelzflusselektrolyse oder durch eine Reduktion der Metallhalogenide mit Hilfe von Calcium 
  
Verwendung 
Das Metall wird zur Erhöhung der mechanischen Eigenschaften mit anderen Metallen legiert, so auch in Magnesiumlegierungen. Wie Cer dient es aufgrund seiner pyrophoren Eigenschaften zur Herstellung von Feuersteinen. Neodym ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Aktivatoren für Farbbildröhren. Es ist auch ein Bestandteil des Nd-YAG-Lasers (Yttrium-Aluminium-Granat-Laser). Neodym(III)-oxid-Zusätze färben Gläser rot bis violett. Diese Gläser werden in der Astronomie zum Kalibrieren eingesetzt. Neodym-Eisen-Bor-Legierungen (zum Beispiel Nd2Fe14B) stellen Werkstoffe mit hohen ferromagnetischen Eigenschaften dar. Daraus lassen sich sehr starke Magnete fertigen. 
  
 
 Glasperlen mit Oxiden der Lanthaniden
 
 
 
 
 Geringe Zugaben der Oxide zur Schmelze erzeugen eine Farbe.
 
 
Copyright: Thomas Seilnacht