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  Kaliumsulfat   K2SO4 
Kaliumsulfat   
 
 
Farbloses oder weißes,
kristallines
Pulver  
   
Natürliche Vorkommen   
Mineralien, die als Doppelsalze vorkommen,
z.B. Polyhalit oder Schönit
Molmasse  174,260 g/mol   
  


AGW  keine Angaben
Dichte  2,66 g/cm3   
Schmelzpunkt  +1069 °C
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 12,0 g
- - Entsorgung  G 4
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 7778-80-5 Kaliumsulfat Potassium sulfate
   
  
Eigenschaften 
  
Kaliumsulfat wird als weißes, kristallines Pulver gehandelt. Die orthorhombischen Kristalle sind relativ hart und sehr beständig an der Luft. Sie schmecken salzig bitter. Kaliumsulfat ist einigermaßen gut wasserlöslich, die Lösung reagiert neutral. In Ethanol löst es sich nicht.


Kaliumsulfat
  
  
Herstellung 
  
Kaliumsulfat war schon den Alchimisten bekannt, die es aus den natürlich vorkommenden Mineralien gewannen. Die erste Herstellung auf chemischem Weg gelang Johann Rudolph Glauber im 17. Jahrhundert, vemutlich durch das starke Erhitzen von Kaliumchlorid mit Schwefelsäure:
 
2 KCl   +  H2SO4 reagiert zu  K2SO4   + 2 HCl

Die industrielle Gewinnung erfolgt durch die Reaktion von Magnesiumsulfat mit Kaliumchlorid. Magnesiumsulfat ist aus dem Mineral Kieserit zugänglich. Bei der Reaktion entsteht als Zwischenprodukt das Doppelsalz MgSO4K2SO4. Die Gesamtreaktion stellt sich so dar:

MgSO4  +  2 KCl reagiert zu  K2SO4   + MgCl2
 
       
Verwendung 
  
Kaliumsulfat ist Bestandteil vieler Düngemittel. Es dient auch zur Darstellung anderer Kaliumverbindungen wie Kaliumcarbonat oder Kaliumaluminiumsulfat. Es ist als Lebensmittelzusatzstoff E515 als Festigungsmittel oder Säureregulator zugelassen. In Löschpulvern der Brandklassen B und C ist es ebenfalls enthalten.
   
  
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