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  Iodsäure   HIO3

  

   





Farblose, rhomboedrische Kristalle
oder weißes, kristallines Pulver
Molmasse  175,910 g/mol  
  


AGW  keine Angaben
pKs-Wert (HIO3)  +0,78
 
Dichte  4,63 g/cm3   
Zersetzung  +110 °C  
Wasserlöslichkeit   
100g H2O lösen bei 25°C 308 g
Piktogramme 
GHS 03
 
GHS 05 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie

Oxidierende Feststoffe 2  
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut 1B
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)  
H 272, 314   P 220, 280.1-4, 305+351+338, 
309+310
Entsorgung  besondere Hinweise
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  7782-68-5 Iodsäure Iodic acid
        
Bemerkung für Schulen: Iodsäure verätzt die Haut, der Augenkontakt führt zu schweren Augenschäden. Es sind Schutzbrille, Schutzkittel und Schutzhandschuhe zu tragen.
  
Eigenschaften 
  
Iodsäure bildet farblose Kristalle nach dem orthorhombischen System, die als kristallines Pulver weiß erscheinen. Sie lösen sich sehr gut in Wasser, in Ethylalkohol sind sie dagegen nur ganz wenig löslich. Iodsäure ist eine mittelstarke Säure, die oxidierend wirkt. Die Salze der Iodsäure nennt man Iodate. Durch das Entwässern der Iodsäure erhält man Diiodpentaoxid. Mit Metallpulvern, Schwefel oder organischen Stoffen kann Iodsäure explosionsartig reagieren.


Iodsaeure
 
   
Herstellung 
  
Iodsäure erhält man bei der industriellen Herstellung durch die Oxidation von Iod mit starken Oxidationsmitteln wie Salpetersäure, Chlor oder Wasserstoffperoxid.

3 I2  +  10 HNO3 
reagiert zu  6 HIO3  +  10 NO  +  2 H2O
    
  
Verwendung 
  
Iodsäure wird für organische Synthesen als Oxidationsmittel benötigt, beispielsweise zur Synthese der Chinone. Die Salze der Iodsäure wie Kaliumiodat oder Natriumiodat sind beständiger als die Salze der Bromsäure, die Bromate oder die Salze der Chlorsäure, die Chlorate. Die Iodate wirken auch etwas weniger oxidierend.
   
 
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