Ettringit
engl. Ettringite
Nach dem ersten Fundort am Bellerberg bei Ettringen in der Eifel
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
Ca6Al2(SO4)3(OH)12 • 26 H2O
Sulfate
farblos, weiß, gelb
weiß
Glasglanz
durchscheinend bis durchsichtig
2 – 2,5
1,75 g/cm³
vollkommen
spätig

trigonal
ditrigonal-pyramidal
Ettringit vom Bellerberg bei EttringenLupe

Beschreibung

Ettringit
Lupe
Ettringit auf Gaudefroyit von der N'Chwaning Mine I in Südafrika
Der Ettringit ist ein selten vorkommendes, ziemlich weiches Mineral mit einem sehr hohen Kristallwasser-Anteil. Es bildet nadelige, prismatische oder pseudohexagonale Kristalle. Beim Erhitzen im Reagenzglas gibt der Ettringit seinen Kristallwasser-Anteil ab und zerfällt zu einem weißen Pulver. Säuren lösen das Mineral auf.

Neben der Typlokalität bei Ettringen in der Eifel gibt es weltweit nur einzelne Fundstellen. Beispiele sind die Grube Clara im Nordschwarzwald oder die Minen N'Chwaning und Wessels in Südafrika. Künstlicher Ettringit entsteht beim Abbinden von Zement, wenn Sulfate zur Verzögerung des Härtungsprozesses zugefügt werden. Satinweiß ist ein dem Ettringit ähnliches Pigment, das durch Fällung aus Alaun und Kalkmilch hergestellt wird. Es wird zum Glanz-Beschichten von Papier verwendet. 
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