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Villiaumit 
 
Fundort: Chibiny, Russland
Kurzportrait Villiaumit ist ein weiches Mineral, das aus Natriumfluorid aufgebaut ist. Es kristallisiert nach dem kubischen Kristallsystem und bildet wie der Halit größere Würfel aus. Natriumfluorid ist gut wasserlöslich und wirkt beim Verschlucken stark giftig, daher muss es unter Verschluss aufbewahrt werden und darf auf gar keinen Fall in die Hände von Kindern gelangen. Mit Säuren setzt das Mineral den gefährlichen Fluorwasserstoff frei. Unter UV-Licht fluoresziert es orangerot oder gelb. Das Mineral ist nach Maxime Villiaume benannt, der es im Jahr 1908 in Guinea als erster fand. Das Mineral würde sich zum Herstellen von Fluor und Fluorwasserstoff eignen, dafür wird aber der sehr viel häufiger vorkommende Fluorit eingesetzt.
Formel (Familie) NaF  (Halogenide)
Farbe farblos, dunkelrot, orangerot, rosa
Strich und Glanz weiß bis rosa; Glasglanz, Wachsglanz
Härte und Dichte 2,5 (Mohs); 2,8 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch spätig
Kristallsystem und Formen kubisches System; Würfel
Aggregate Kristalle; körnig, massiv, spätig
Nachweis löst sich gut in Wasser; setzt beim Versetzen mit Schwefelsäure im Glasrohr toxischen Fluorwasserstoff frei, der das Glas ätzt; Achtung stark giftig, nur mit Schutzhandschuhen anfassen, gut verschlossen aufbewahren!
Fundorte (Auswahl) Chibinen und Lowosero-Gebirge/Rusland; Rouma Island/Guinea