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Cerussit 
 
Durchdringungs-Drilling; Fundort: Tsumeb/Namibia
Kurzportrait Der Cerussit ist ein giftiges Mineral von hoher Dichte, das als Erz zur Gewinnung von Blei schon seit der Römerzeit abgebaut wird. Die Benennung erfolgte nach dem lateinischen Wort cerussa ("Bleiweiß"). Die Römer verwendeten Blei zum Bau von Wasserleitungen und stellten daraus das giftige Pigment Bleiweiß her. Heute sind diese Anwendungen nicht mehr erlaubt. Cerussit bildet klare oder bräunliche Kristalle aus, wobei gerne Zwillinge oder Durchdringungs-Drillinge auftreten. Die kompakten Kristalle sind nicht so toxisch wie das derbe oder gepulverte Material, da sich aus ihnen im Normalfall keine Stäube freisetzen. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch empfohlen, die Mineralienstufen in geschlossenen Döschen aufzubewahren.
Formel (Familie) PbCO3  (Carbonate)
Farbe farblos, weiß, gelblich, schwärzlich, bräunlich
Strich und Glanz weiß; Diamantglanz, Fettglanz
Härte und Dichte 3 - 3,5 (Mohs); 6,6 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch schlecht; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System; Pinakoide, Prismen, Dipyramiden
Aggregate Kristalle oft Zwillinge oder Durchdringungs-Drillinge; derb, Körner, stalaktitisch, erdig, stengelig
Nachweis in verdünnter Salpetersäure stürmisches Entweichen von Kohlenstoffdioxid, vor dem Lötrohr wird er stark rissig und es erfolgt Gelbfärbung infolge einer Bleioxidbildung
Fundorte (Auswahl) Siegerland, Erzgebirge, Tsumeb/Namibia, Spanien, Südafrika, Australien, Iran