Lithiumchlorid LiCl

Teflonverschluss
|
In Flasche mit dichtem Verschluss aufbewahren
Weißes, kristallines Pulver;
stark hygroskopisch |
Molmasse
42,394 g/mol
(Monohydrat 60,409 g/mol)
AGW 0,2 mg/m3 E (TRGS 900)
Dichte 2,07
g/cm3
(Monohydrat 1,78 g/cm3)
Schmelzpunkt +610°C
Siedepunkt
+1383°C
Wasserlöslichkeit (Monohydrat)
100g
H2O lösen bei 20 °C 82,82 g |
Piktogramm
GHS 07
GHS 08
Gefahr
|
Gefahrenklassen
+ Kategorie
Akute Toxizität 4
Reizwirkung auf die Haut 2
Augenreizung 2
Reproduktionstoxizität
(FD) 1A
Wirk. auf oder über die Laktation |
HP-Sätze
(siehe auch Hinweis)
H 302, 315, 319, 360FD, 362
P 201, 260, 263, 280.1-3+7, 301+312, 302+352, 305+351+338
Entsorgung
G 4 |
| |
Deutscher Name |
Englischer Name |
CAS
7447-41-8
CAS
16712-20-2 |
Lithiumchlorid
Lithiumchlorid Monohydrat
|
Lithium chloride
Lithium chloride monohydrate |
Bemerkung
für
Schulen: Lithiumchlorid ist ein reprotoxischer Stoff, er kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen und kann auch Säuglinge über die Muttermilch schädigen. Werdende und stillende Mütter, sowie Schülerinnen und Schüler dürfen mit diesem Stoff nicht arbeiten. Es wird empfohlen, diesen Stoff an Schulen nicht aufzubewahren.
Eigenschaften
Lithiumchlorid ist hygroskopisch,
es zieht Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an und zerfließt allmählich.
Es löst sich sehr gut in Wasser, Ethanol, Methanol, Glycerin und Aceton.
Lithiumchloridlösungen sind sehr korrosiv und schädigen Beton.
Aufgrund der Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln kann man
Lithiumchlorid von den anderen Alkalimetallsalzen, beispielsweise von Natriumchlorid
abtrennen. Lithiumchlorid zeigt bei der Flammprobe eine rote Flammenfarbe.
|
Herstellung
Die technische Darstellung
erfolgt aus Lithiumhydroxid oder Lithiumcarbonat durch Zugabe von Salzsäure. Durch das nachfolgende
Abdampfen des Wassers erhält man wasserfreies Lithiumchlorid.
LiOH + HCl
LiCl + H2O Li2CO3
+ 2 HCl 2
LiCl + H2O + CO2
|
Verwendung
Durch eine Schmelzflusselektrolyse
lässt sich aus Lithiumchlorid das Alkalimetall Lithium
darstellen. Lithiumchlorid eignet sich aufgrund seiner hygroskopischen
Wirkung als Trocknungsmittel im Labor. Eine 33%ige, wässrige Lithiumchloridlösung
ist bei −70 °C noch flüssig, daher kann man mit Lithiumchlorid
Kältebäder herstellen, die nicht gefrieren. Dies erklärt
auch seine Eignung als Frostschutzmittel. Die chemische Industrie benötigt
das Lithiumsalz zur Herstellung anderer Lithiumverbindungen.
|
|