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Schwefel
 
Fundort: San Felipe/Mexiko
Kurzportrait Schwefel ist ein weiches, schneidbares Mineral mit niedrigem Schmelzpunkt, das zur Klasse der Elemente gezählt wird (Namensgebung, Verwendung und Film siehe Element Schwefel). Beim Verbrennen von Schwefel entsteht giftiges Schwefeldioxid. In der Natur tritt Schwefel beim Austritt vulkanischer Gase, bei heißen Quellen oder Solfataren aus und lagert sich dann am Boden und auf Gesteinen ab. Schwefel entsteht auch beim Abbau von Schwefelverbindungen durch anaerobe Bakterien unter Ausschluss von Sauerstoff. Schwefelkristalle zeigen die typischen Formen des orthorhombischen Systems. Klare, unversehrte, gut ausgebildete Kristalle in Tonnenform sind bei Sammlern sehr begehrt.
Formel (Familie) S  (Elemente)
Farbe gelb, bräunlich, grünlich
Strich und Glanz weiß bis hellgelb, Harzglanz
Härte und Dichte 1,5-2 (Mohs); 2,07 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch keine, Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System; Pinakoide, Prismen, Dipyramiden, sehr formenreich, z.B. tonnenförmig oder ticktafelig
Aggregate Kristalle; derb, nierig, erdig, pulvrig, stalaktitisch, Krusten
Nachweis in Säuren nicht löslich, aber in Schwefelkohlenstoff, schmilzt leicht vor dem Lötrohr (Schmelzpunkt 112°C) und verbrennt mit blauer Flamme zu stechend riechendem Schwefeldioxid
Fundorte (Auswahl) Lagerstätten: Sizilien, Polen, Irak, Louisiana, Texas und Mexiko. Achtung: viele "kristalline" Schwefelstufen aus "Bolivien" sind künstlich hergestellt; natürliche Kristallstufen kommen aus Mexiko, Russland oder Sizilien.