Fluor Helium  Argon Natrium  
Neon                                               10Ne
engl. neon; griech. neós ("neu")
 
 
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relat. Atommasse   
Ordnungszahl   
Schmelzpunkt   
Siedepunkt    
Oxidationszahlen   
Dichte    
Elektronegativität   
Elektronenkonfig.  
natürl. Häufigkeit   
  
 
20,1797    
10    
-248,61 °C    
-246,06 °C    
--    
0,89990 g/l      
keine Angaben   
[He]2s22p6   
Ne-20  90,48%   
Ne-21    0,27%   
Ne-22    9,25%   
 

     

Film

7 sek
Reines Neon erzeugt bei der Glimmentladung ein rotes Licht. 
    
  GHS-Piktogramm  
  Achtung
Gefahren (H-Sätze)  
  
H 280 

  
 
CAS-Nummer 
  
7440-01-9 

   
 
 
  
Eigenschaften     
Neon ist bei Zimmertemperatur ein farbloses, geruchloses Gas. Es besitzt nach Wasserstoff und Helium die geringste Dichte aller Gase. Neon ist wie alle Edelgase an sich ein schlechter elektrischer Leiter. Legt man jedoch an das Gas in Gasentladungsröhren eine Spannung an, beginnt ein Strom zu fließen, und das Neon erzeugt bei seiner Glimmentladung ein orange-rotes Licht.   
   
Wie alle anderen Edelgase (Helium, Argon, Krypton, Xenon) ist Neon sehr reaktionsträge. Daher sind in der Natur keine Neonverbindungen bekannt. Bei 20°C löst ein Liter Wasser 10,4 Milliliter Neongas. Duch aktivierte Holzkohle wird es bei tiefen Temperaturen gut adsorbiert. 
  
Toxikologie 
Eine schädliche Wirkung von Neon auf den menschlichen Körper ist nicht bekannt. Es kann aber beim Einatmen erstickend wirken.
 
Vorkommen   
Häufigkeit   sehr selten

Während Neon im Weltall häufig vorkommt, ist es auf der Erde sehr selten. Ein Liter Luft enthält etwa 0,018 Milliliter Neon.
  
Geschichtliches
Die Entdeckung des Neons gelang den beiden englischen Chemikern Sir William Ramsay (1852-1916) und Morris William Travers (1872-1961) im Jahre 1898 in London bei der fraktionierten Destillation von Argon. Der Nachweis erfolgte aufgrund des scharlachroten Spektrallichtes. Ramsay schlug den Namen "Neon" nach dem griechischen Wort neós (neu) und das Symbol "Ne" vor, was international anerkannt wurde.  
   
 
Die Entdecker des Neons
   
Ramsey    Travers
 
Sir William Ramsey (links) und Morris William Travers (rechts)
 
  
Herstellung  
Das Edelgas fällt als Nebenprodukt bei der fraktionierten Destillation von verflüssigter Luft an (siehe bei Argon).
  
Verwendung
Aufgrund der roten Glimmentladung dient Neon zur Füllung Glimmlampen für Kontrolleuchten in der Elektrotechnik. Es wird auch in Gasentladungsröhren für Leuchtreklame eingesetzt. Bei der Zugabe von geringen Quecksilberanteilen entsteht ein blaues Licht, das bei der Verwendung von gelbem Glas grünes Licht hervorruft. Im Gemisch mit Helium setzt man es in Lasern oder zur Befüllung von Blasenkammern und Zählrohren ein.  
   
 
Leuchtreklame


 
Leuchtreklame in einer Schaufensterauslage mit Neonröhren.
 
 
Copyright: Thomas Seilnacht
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