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| Neon ist bei Zimmertemperatur
ein farbloses, geruchloses Gas. Es besitzt nach Wasserstoff
und Helium die geringste Dichte
aller Gase. Neon ist wie alle Edelgase an sich ein schlechter elektrischer
Leiter. Legt man jedoch an das Gas in Gasentladungsröhren eine Spannung
an, beginnt ein Strom zu fließen, und das Neon erzeugt bei seiner
Glimmentladung ein orange-rotes Licht.
Wie alle anderen Edelgase (Helium, Argon, Krypton, Xenon) ist Neon sehr reaktionsträge. Daher sind in der Natur keine Neonverbindungen bekannt. Ein Liter Wasser löst bei 20°C 10,4ml Neongas. Duch aktivierte Holzkohle wird es bei tiefen Temperaturen gut adsorbiert. |
| Eine schädliche Wirkung von Neon auf den menschlichen Körper ist nicht bekannt. Es kann aber erstickend wirken. |
| Neon ist ein sehr seltenes Element auf der Erde. Es steht mit einem Masseanteil von 5x10-7% zwischen Platin und Helium an 77. Stelle in der Elementhäufigkeit. Ein Liter Luft enthält etwa 0,018ml Neon. |
Die Entdeckung des Neons
gelang den beiden englischen Chemikern Sir William Ramsay (1852-1916) und
Morris William Travers (1872-1961) im Jahre 1898 in London bei der fraktionierten
Destillation von Argon. Der Nachweis erfolgte
aufgrund des scharlachroten Spektrallichtes. Ramsay schlug den Namen "Neon"
nach dem griechischen Wort neós (neu) und das Symbol "Ne"
vor, was international anerkannt wurde.
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| Das Edelgas fällt als Nebenprodukt bei der fraktionierten Destillation von verflüssigter Luft an (Näheres siehe bei Argon). |
Aufgrund der roten Glimmentladung
dient Neon zur Füllung Glimmlampen für Kontrolleuchten in der
Elektrotechnik. Es wird auch in Gasentladungsröhren für Leuchtreklame
eingesetzt. Bei der Zugabe von geringen Quecksilberanteilen entsteht ein
blaues Licht, das bei der Verwendung von gelbem Glas grünes Licht
hervorruft. Im Gemisch mit Helium setzt man es
in Lasern oder zur Befüllung von Blasenkammern und Zählrohren
ein.
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| Copyright: Thomas Seilnacht |