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  Anthracen   C14H10
Flasche
Strukturformel Anthracen

Farblose bis leicht cremeweiße Blättchen
oder grobkristallines Pulver

Vorkommen
Steinkohle, Meteoriten, Weltall
Molmasse 178,229 g/mol

AGW  keine Angaben
Dichte  1,28 g/cm3   
Schmelzpunkt  +215,76 °C   
Siedepunkt  +339,9 °C   
Wasserlöslichkeit  
Konz. bei 25 °C 0,044 mg/l
Explosionsgrz.  keine Angaben
Flammpunkt  +121 °C 
Zündpunkt  +540 °C
Piktogramme 
GHS 07 
GHS 09
Achtung
Gefahrenklassen + Kategorie 

Ätz-/Reizwirkung auf die Haut 2 
 
Gewässergefährdend akut/chron. 1
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)     
H 315, 400, 410 
P 273, 280.1-3, 302+352, 332+313
Entsorgung   G 3
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  120-12-7 Anthracen
Paranaphthalin
Anthracene
Paranaphthalene
  

Eigenschaften 
  
Anthracen kommt als grobkörniges Pulver oder in Blättchenform in den Handel. Es bildet farblose bis leicht cremeweiße Kristalle, die nur ganz schwach aromatisch riechen und leicht sublimieren. Es löst sich nur in Spuren im Wasser und ist auch in den meisten organischen Lösungsmitteln nur wenig löslich. Anthracen zeigt unter UV-Licht ein intensive blauviolette Fluoreszenz.


Anthracen
   
  
Herstellung 
  
Beim Erhitzen von Steinkohle auf 1000°C unter Luftabschluss erhält neben dem festen und dem gasförmigen auch einen zähflüssigen Rückstand, der als Steinkohleteer bezeichnet wird. Durch eine Destillation des Steinkohleteers erhält man im obersten Siedebereich Anthracenöl, eine Mischung mehrerer Kohlenwasserstoffe im Siedebereich von 280 bis 340°C, aus dem das Anthracen auskristallisiert. Daneben existieren mehrere Verfahren zur künstlichen Synthese, beispielsweise durch eine Reduktion von Anthrachinon mit Zink oder Zinn(II)-chlorid.
   
  
Verwendung 
  
Anthracen lässt sich mit Natriumdichromat und verdünnter Schwefelsäure zu Anthrachinon oxidieren, der ein bedeutendes Zwischenprodukt zur Herstellung der Anthrachinon-Farbstoffe darstellt. Zu diesen zählt zum Beispiel Alizarin. Anthracen ist auch ein Rohstoff zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln und des Arzneistoffes Dithranol, das als Mittel gegen Schuppenflechte eingesetzt wird.
  
   
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