Graphit
engl. Graphite
Nach dem griechischen Wort graphein („schreiben“)
Formel
Stoffgruppe
Farbe
Strich
Glanz
Transparenz
Härte (Mohs)
Dichte
Spaltbarkeit
Bruch

Kristallsystem
Kristallklasse
C
Elemente
dunkelgrau, stahlgrau, schwarz
grauschwarz
Metallglanz, matt
undurchsichtig
1
2,1 – 2,3 g/cm³
vollkommen
dünne, biegsame Blättchen

hexagonal
dihexagonal-dipyramidal
Graphit aus Pfaffenreut in BayernLupe

Beschreibung

Das Mineral Graphit ist einer der weichsten Stoffe in der Natur überhaupt, ganz im Gegensatz zum Diamant, der ebenfalls aus reinem Kohlenstoff aufgebaut ist (>Vergleich Graphit-Diamant). Gut ausgebildete, tafelig-sechseckige Kristalle sind selten zu finden, meistens kommt der Graphit in dichten, derben, blättrigen, stängeligen, schuppigen oder erdigen Aggregaten vor. Graphit ist unlöslich in Säuren. Er verbrennt bei höheren Temperaturen an der Luft. Werden kleine Bruchstücke in eine heiße Kaliumnitrat-Schmelze geworfen, verbrennen sie mit heller Flamme. Graphit hat keinen Schmelzpunkt, über 2500 °C wird er plastisch verformbar.

Graphit kommt in kohlenstoffreichen, metamorphen Gesteinen oder in Pegmatit-Adern vor. Fundorte für Sammlerstufen sind zum Beispiel der Kaisersberg im österreichischen Bundesland Steiermark, Pfaffenreut-Kropfmühl bei Passau in Bayern oder die Tunkinsker Berge in Sibirien. Graphit wird meistens im Tagebau gefördert. Lagerstätten befinden sich in der Ukraine, in Norwegen, in Tschechien oder in China. Aus dem Graphit werden Bleistiftminen hergestellt. Darüber hinaus verwendet man Graphit zur Herstellung von Elektroden, als Schmiermittel und als korrosionsbeständigen Werkstoff. 
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