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Vivianit, Blaueisenerz
 
Fundort: Cornelio Saavedra, Potosi/Bolivien
Kurzportrait Das Mineral Vivianit wurde im Jahr 1817 nach dem englischen Mineralogen und Entdecker des Minerals J.G. Vivian benannt. Ein Abbau des Minerals erfolgte wahrscheinlich schon in der Antike und später im Mittelalter. Eine Verwendungsmöglichkeit war die Herstellung eines blauen Pigments. Der Vivianit ist zunächst farblos, an der Luft oxidiert er und erhält die typische, blaugrüne Färbung. Bei Sammlern sind prismatisch-tafelige oder nadelige Kristalle begehrt, wenn sie eine schöne Durchsicht zeigen.
Formel (Familie) Fe32+(PO4)2 • 8 H2O (Phosphate)
Farbe weiß, durch Oxidation an der Luft bläulich, grünlich, violett, schwärzlich
Strich und Glanz weiß, schwach bläulich; Glasglanz, auf Spaltflächen Perlmutterglanz
Härte und Dichte 2 (Mohs); 2,6-2,7 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch blättrig
Kristallsystem und Formen monoklines System; Pinakoide, Prismen
Aggregate Kristalle eher selten; stahlig, nadelig, stengelig, derb, erdig
Nachweis wird vor dem Lötrohr unter blaugrüner Flammenfärbung magnetisch, verfärbt sich dabei rot, ist leicht löslich in Salz- und Salpetersäure
Fundorte (Auswahl) Potosi/Bolivien, Erzlagerstätten im Bayerischen Wald, Krim/Ukraine