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Mellit
 
Fundort: Csordakúti Mine bei Bicske/Ungarn
Kurzportrait Der Mellit ist ein seltenes Mineral, das zu den organischen Verbindungen gezählt wird. Es ist aus einem Aluminiumsalz der Mellitsäure aufgebaut. Johann Friedrich Gmelin benannte das Mineral im Jahr 1793 nach dem griechischen Wort meli (Honig). Aufgrund der gelben Farbe wird das Mineral oft auch als "Honigstein" bezeichnet. Man findet es zusammen mit Braunkohle, seltener auch in Steinkohle oder Sandstein. Sehr klare Kristalle werden zu Schmucksteinen verschliffen. Das Mineral ist so weich, dass man es mit einem Fingernagel ritzen kann.
Formel (Familie)
Al2C6(COO)6 16H2O (Organische Verbindungen)
Farbe
farblos, gelb, bräunlich, schwärzlich
Strich und Glanz
weiß; Glasglanz, Harzglanz
Härte und Dichte
2 - 2,5 (Mohs); 1,6 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch
schlecht; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen
tetragonales System; Dipyramiden
Aggregate
Kristalle, derb, körnig, Knollen
Nachweis
Kristallform und Einschlüsse, mit Fingernagel ritzbar
Fundorte (Auswahl) Csordakúti Mine bei Bicske und Tabánya/Ungarn, Valchov/Tschechien, Artern an der Unstrut/Thüringen, Braunkohlelagerstätten