Start  >>>  Mineralogie  >>>  Mineraliengalerie  © seilnacht
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Chalkosin, Kupferglanz
 
Fundort: Tagebau Schegaskan/Kasachstan
Kurzportrait Der Chalkosin ist wie der Chalkopyrit ein bedeutendes Erz zur Gewinnung von Kupfer. Der Name ist nach dem griechischen Wort chalkos (Kupfermünze) abgeleitet. Das Mineral kommt zwar häufig vor, es bildet aber selten tafelige, prismatische Kristalle von dunkelgrauer Farbe. Der Chalkosin lässt sich nicht eindeutig einem Kristallsystem zuordnen, da bei den Kupfersulfiden viele, sehr ähnliche Minerale existieren. Der Digenit  Cu9S5  kristallisiert nach dem kubischen System. Oberhalb von 75°C wechselt der Digenit sein Verhältnis von den Kupfer- zu den Schwefel-Atomen.
Formel (Familie) Cu2S  (Sulfide)
Farbe dunkelbleigrau, schwärzlich angelaufen
Strich und Glanz dunkelgrau; Metallglanz
Härte und Dichte 2,5 - 3 (Mohs); 5,5 - 5,8 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch ungedeutlich; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen monoklines System (unter 103°C) und hexagonales System (über 103°C); Pinakoide, Prismen
Aggregate Kristalle selten; derb, massig, erdig
Nachweis zersetzt sich in Salpetersäure, schmilzt vor dem Lötrohr und erzeugt eine blaue Flamme, mit Natriumcarbonat auf Kohle bildet sich ein Kupferkorn
Fundorte (Auswahl) im Mansfelder Kupferschiefer (D), Namibia, Montana/USA, Cerro de Pasco/Bolivien, Schegaskan/Kasachstan