| Rohstücke
des Minerals können relativ leicht isoliert werden. Problematischer
ist das Zermahlen in einem Mörser, da man nur mit Mühe ein feines
Pulver erhält.
Ein neu verlegtes Kupferdach
wechselt nach einiger Zeit die Farbe in ein dunkles Rot, das durch Kupfer(I)-oxid
verursacht wird. Das Kupfer reagiert dabei mit dem Luftsauerstoff. Später
wird das Dach noch dunkler und es entsteht schwarzes Kupfer(II)-oxid. Aber
erst nach einigen Jahren bildet sich unter Einwirkung von Kohlenstoffdioxid,
Luft und Wasser eine grüne Patina aus Malachit:
2 Cu + CO2
+ H2O + O2
CuCO3 • Cu(OH)2
Im Labor kann man ein
basisches Kupfercarbonat durch Zugabe einer konzentrierten Natriumcarbonatlösung
zu einer verdünnten Kupfer(II)-sulfatlösung
herstellen (gesättigte Lösung etwa zur Hälfte verdünnt).
Man gießt in kleinen Portionen unter ständigem Rühren so
viel Natriumcarbonatlösung hinzu, bis eine kräftige Gasentwicklung
stattfindet. Dann wird keine Natriumcarbonatlösung mehr zugegeben.
Man wartet ab, bis die Gasentwicklung aufhört. Bei dem Prozess fällt
türkisblaues, basisches Kupfercarbonat aus. Dieses besteht aus einem
Gemisch von Azurit 2CuCO3 • Cu(OH)2
und Malachit CuCO3 • Cu(OH)2. Nach dem Spülen
mit Wasser während dem Filtrieren und dem nachfolgenden Trocknen des
Rückstands an der Luft erhält man ein türkisblaues Salz,
dass am Licht und an der Luft immer mehr zu Malachit zerfällt. Beim
Trocknen im Trockenschrank bei 50°C wird nach kurzer Zeit eine klare
Flüssigkeit ausgeschwitzt. Nach dem Abgießen der Flüssigkeit
findet sich der grüne Malachit als Bodensatz. Eine Gesamtreaktion
lässt sich so formulieren:
2 CuSO4
+ 2 Na2CO3 + H2O
2 Na2SO4 + CuCO3 • Cu(OH)2
+ CO2
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Herstellen eines basischen Kupfercarbonats
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Sobald sich ein kräftiger
Schaum bildet, wird keine Natriumcarbonatlösung mehr zugegeben.
Während dem Trocknen
im Trockenschrank findet schon ein Farbumschlag statt.
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Erhitzt man das noch
nicht getrocknete Produkt mit dem Brenner in einer Abdampfschale, entsteht
ein schwarzbrauner Stoff. Hierbei zerfällt das basische Kupfercarbonat
in Kupfer(II)-oxid und Kohlenstoffdioxid.
Eine Nachbehandlung des basischen Kupfercarbonats mit einer kohlenstoffdioxidhaltigen
Natronlauge führt zu Bremerblau. |