Uran Promethium  Plutonium  
 Neptunium                                     93Np
 engl. neptunium; nach dem Planeten Neptun
 


Halbwertszeit für Np-237 *):
2,14 Millionen Jahre
Rel. Atommasse *)   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit  
    
*) langlebigstes 
Isotop 
237,0482   
93  
644 °C  
keine Angaben  
7, 6, 5, 4, 3   
20,25 g/cm³  
keine Angaben  
1,36 (Pauling)  
[Rn]5f46d17s2  
Np-237  Spuren 
  
 
 
 

     

 
 Physikalisch-chemische Eigenschaften
Reines Neptunium ist ein silbrig glänzendes, sehr reaktionsfähiges Schwermetall. Beim Erwärmen reagiert es mit Wasser unter Bildung von Wasserstoff. Es ist stark radioaktiv und ähnelt in seinen chemischen Eigenschaften dem Uran. Es sind drei Modifikationen bekannt
   
Toxikologie 
Wie alle anderen radioaktiven Elemente wirkt das Neptunium im Körper stark toxisch und erzeugt Strahlenschäden.

  
Vorkommen 
Häufigkeit   sehr selten

Das radioaktive Isotop Np-237 kommt in der Natur in den Uranerzen nur in geringsten Spuren vor. Dort entsteht es aus dem Uran durch Einfang von Neutronen und
b-Zerfall. 
 
 
Pechblende (schwarz) aus La Creusa/Wallis

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 Aus der Uran-Pechblende lassen sich viele radioaktive Elemente gewinnen.
 
 
Geschichte 
Im Jahre 1932 entdeckte James Chadwick (1891-1974) das Neutron. Zwei Jahre später beobachteten Frédéric Joliot und Irène Joliot-Curie, die Tochter von Marie Curie, ein Phänomen, das zuvor niemand beobachtet hatte: Beim Beschuss einer Aluminiumfolie mit alpha-Strahlung sendete die Folie für kurze Zeit ebenfalls eine Strahlung aus. Zum ersten Mal konnte der radioaktive Zerfall künstlich ausgelöst werden. Angeregt durch diese Entdeckung machte sich in Rom Enrico Fermi (1901-1954) daran, alle bisher bekannten Elemente mit Neutronen zu beschießen. Dadurch erhoffte sich Fermi, künstliche Elemente jenseits des Urans (Transurane) zu erhalten. Ähnliches probierten zur gleichen Zeit auch Otto Hahn (1879-1968) und Lise Meitner (1878-1968) in Berlin aus. Hahn und Meitner glaubten, vier Transurane gefunden zu haben, was sich später jedoch als falsch erwies. Stattdessen entdeckte Hahn die Kernspaltung, die vier Transurane waren allesamt Bruchstücke von Kernumwandlungen. Der Nobelpreis für die Entdeckung des Elements Nr. 93 ging dann an zwei amerikanische Forscher: Edwin McMillan (1907-1991) schoss Neutronen auf ein mit Uranoxid beschichtetes Papier und erhielt ein unbekanntes Element mit einer Halbwertszeit von 2,3 Tagen. Philip H. Abelson (1913-2004) konnte dann chemisch nachweisen, dass es sich wirklich um ein neues Element handelte, das Neptuniumisotop-239 war entdeckt. Die Benennung orientierte sich am Planeten Neptun, der nach außen im Planetensystem auf dem Planeten Uranus (vgl. Uran) folgt.
  
Herstellung     
Das Neptuniumisotop-237 wird durch Neutronenbeschuss von Uran-235 künstlich hergestellt.  

  

In Kernreaktoren fällt das Np-237 aufgrund dieser Reaktion an. Durch chemische Ausfällung und Ionenaustauschverfahren kann es aus den Abfällen im Kilogrammbereich gewonnen werden. 
  
Verwendung 
Neptunium kann zur Herstellung von Plutonium und damit zum Bau von Kernwaffen verwendet werden. Daraus erschließen sich auch alle Verwendungsmöglichkeiten wie beim Plutonium.
 
Weitere Informationen  
Lise Meitner und Otto Hahn  
 
Copyright: Thomas Seilnacht
www.seilnacht.com