Start  >>  Mineralogie  >>  Calcit  >>  Fotos

Calcit und Aragonit
aus England, Frankreich, Spanien und Italien


vergrößerte Abbildung
vergrößerte Abbildung
LupeBild 1: Calcit aus Egremont, Breite 14cm
LupeBild 2: Calcit aus Egremont, Bildbreite 5cm
LupeBild 3: Calcitzwilling aus Egremont, Bildbreite 5cm


Aus den alten Hämatit-Lagerstätten im Lake District, West Cumbria kamen ab 1888 die ersten Calcitstufen ans Tageslicht. Die Kristalle waren von einmaliger Qualität und gelten bis heute als die weltbesten Calcite. Die Kristalle sind glasklar oder durch Hämatit rötlich gefärbt und besitzen teilweise das Regenbogenschillern der Diamanten. Berühmt geworden sind auch die Zwillinge von Cumberland. Bild 1 zeigt den Ausschnitt aus einer der schönsten bekannten Prachtstufen mit langgezogenen glasklaren Skalenoedern. Die Kristalle der Stufe auf Bild 2 besitzen durch Hämatit gefärbte, rote Spitzen. Der Butterfly-Zwilling auf Bild 3 ist erst nach längerem Hinsehen zu erkennen, da der rechte Teil des Zwillings nicht so ausgeprägt ist. Ein typischer, aber etwas angefressener Herz-Zwilling aus England ist auf Bild 4 zu sehen.


LupeBild 4: Calcitzwilling aus Egremont, Bildbreite 6cm
LupeBild 5: Calcit aus Durlinsdorf, 10cm
LupeBild 6: Kugelcalcit aus Montalto di Castro, 10cm
 
 
Aus Durlinsdorf im französischen Sundgau sind große Stufen mit gelben Kristallen bekannt. Die Stufe auf Bild 5 ist aus Skalenoedern aufgebaut, die an der Spitze durch Rhomboeder abgestumpft sind. Aus dem Steinbruch Campomorto bei Montalto di Castro in der italienischen Region Latium kamen eine Zeit lang schöne Kugelcalcite, die auf dem dunklen Basalt sitzen. Wie ein Kugelcalcit genau aufgebaut ist, kann man durch mehrfaches Zoomen auf Bild Nummer 6 erkunden.


LupeBild 7: Calcit und gelber Fluorit aus Solis, 30cm
LupeBild 8: Aragonit aus Minglanilla, 11cm
LupeBild 9: Aragonit aus Pantoja, 2cm
 
 
Aus dem Bergbaurevier Villabona-Arlos bei Solis im spanischen Asturien stammen gelbe Fluorite, auf denen oft weiße Calcitkristalle sitzen. Bild 6 zeigt eine 15 Kilogramm schwere Stufe aus der Mina Moscona bei Solis. Die bekanntesten Aragonite der Welt stammen wohl aus Minglanilla in der spanischen Provinz Cuenca. Die violetten bis braunen Vielfachzwillinge werden auf fast jeder Börse angeboten. Etwas seltener ist der nadelige Aragonit aus Pantoja in der spanischen Provinz Toledo. Manche dieser filigranen Aggregate fluoreszieren unter kurzwelligem UV-Licht bläulich.



© Thomas Seilnacht / Benutzerhandbuch / Lizenzbestimmungen / Impressum / Datenschutz / Literaturquellen