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Wismut gediegen
 
Fundort: Erzgebirge
Kurzportrait Wismut gediegen ist ein anerkanntes Mineral aus der Klasse der Elemente. Die Namensgebung erfolgte nach dem alten deutschen Begriff Wismut , was so viel wie "weiße Masse" bedeutet. Wismut gediegen ist ein bedeutendes Erz zur Gewinnung des Elements Bismut. Beim Mineraliennamen ist im Gegensatz zum Elementnamen die alte Bezeichnung Wismut erhalten geblieben. Das Mineral kommt meist zusammen  mit Kupfer,- Nickel- oder Zinnerzen vor. Es kann auch mit Silber vermischt sein. Kristalle kommen selten vor, oft bildet Wismut gediegen silberglänzende, blättrige Aggregate aus. Eine Spezialität stellen federartige Formen mit paralleler Streifung dar ("Federwismut"). 
Formel (Familie) Bi  (Elemente)
Farbe silberweiß, rötlich, grünlich, gelblich, bunt angelaufen
Strich und Glanz hellgrau, silberweß glänzend; Metallglanz
Härte und Dichte 2-2,5 (Mohs); 9,7-9,8 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch uneben
Kristallsystem und Formen trigonales System; Basispinakoid, Rhomboeder, würfelähnlich (pseudokubisch)
Aggregate Kristalle selten; körnig, derb, blättrig, dendritisch, federartig, skelettartig
Nachweis löst sich leicht in Salpetersäure und schmilzt leicht vor dem Lötrohr (Schmelzpunkt 271,3°C), nach dem Verdampfen bildet sich auf der Kohle ein weißlicher Beschlag, der sich nach dem Abkühlen zitronengelb färbt
Fundorte (Auswahl) Schneeberg und Annaberg/Sachsen, Wittichen/Schwarzwald