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Smalte
 
Reine Smalte ist ein mit Cobaltsalzen gefärbtes, blaues Glas. Die Blaufärbung des Glases wird durch Cobaltoxid verursacht. In gepulverter Form wird es als blaues Pigment verwendet. Je feiner das Pigment gepulvert ist, umso blasser erscheint der Farbton. Bei der Verwendung in Ölfarben oder durch den Zusatz von Harzlösungen kann das satte Blau erhalten werden. Für feine Pinselstriche eignet es sich nicht, da das Pulver relativ grob und rau ist und eine geringe Deckfähigkeit besitzt. Die chemische Beständigkeit ist wie bei allen Cobaltpigmenten relativ gut. 
  
 
Geschichte Gewinnung Toxikologie Portraits
   
Geschichte und Verwendung
Cobaltblaue Pigmente gehören zu den ältesten Pigmenten überhaupt. Schon die Ägypter vermahlten cobalthaltiges Glas zu einem Pigment. In Venedig wurden Cobaltverbindungen zum Färben von Glas im Jahre 1433 verwendet. Ab der Mitte des 16. Jahrhundert ist die Verwendung von Smalte als blaues Pigment in Ölfarben dokumentiert. Der Kurfürst von Sachsen kontrollierte zu dieser Zeit die Herstellung und den Vertrieb des Pigments. Vor allem bei den niederländischen Malern war Smalte - meist mit Fra Angelico Blau vermischt -  sehr beliebt.  
   
 
 

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Smalte dient zur Blaufärbung von Glas und Keramik und wird gelegentlich als Pigment für Öl- und Aquarellfarben verwendet. Heute wird sie vor allem von Restauratoren benötigt. 
   
Gewinnung
Zur Herstellung wird Quarzsand mit Pottasche und etwa zwei bis sieben Prozent Cobaltoxid vermischt. Cobaltoxid kann durch das Rösten von Cobalterzen gewonnen werden. Die vorbereitete Mischung erhitzt man in einem Ofen für eine halbe Stunde bei 1150° Celsius.  
  

Erhitzen der vorbereiteten Mischung

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Die vorbereitete Mischung wird in einen Ofen gegeben.
 
 
Die ursprünglich graue Pulvermischung verwandelt sich dabei zu einer rotglühenden Schmelze, die nach dem Abkühlen in einen Blauton übergeht. Die noch heiße Smalte wird in kaltem Wasser abgeschreckt und zerfällt dabei zu blauen Stückchen, welche zu einem feinen Pigmentpulver zerrieben werden.  
   
  
Entstehung des blauen Glases
   
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Die rotglühende Schmelze geht beim Abkühlen in eine blaue, glasartige Masse über.
 
   
Toxikologie
Smalte ist ein Gefahrstoff und wirkt gesundheitsschädlich beim Einatmen und Verschlucken. Es kann zu Leber- und Nierenschäden oder einer Anämie führen. Die Gefahr geht insbesondere von Stäuben aus, das kompakte Glas dürfte dagegen etwas sicherer handzuhaben sein. Bei der eigenen Herstellung werden Ausgangsstoffe wie das toxische Cobaltoxid eingesetzt. Bei diesem Stoff besteht der Verdacht auf krebserzeugende Wirkung. Versuche zur Herstellung von Smalte dürfen daher auf gar keinen Fall als Schülerversuch durchgeführt werden. Von dem Einsatz von CMR-Stoffen an Schulen wird eher abgeraten. Als Demonstrationsversuch ist die Herstellung nur geeignet, wenn die entsprechenden Sicherheitsvorschriften zum Arbeitsschutz und zur Entsorgung eingehalten werden können. 
   
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