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Seilnachts Blog aus Bern
Naturwissenschaftlich relevante Ereignisse

15.03.2021  Erneutes Erdbeben in Bern stark spürbar

Am 15. März um 14:28 gab es einen so grossen Ruck auf unser Haus, dass im 3. Stock einige Bücher aus dem Regal fielen. Ich stand gerade und konnte im Zimmer nur mit Mühe das Gleichgewicht halten. Das Epizentrum des flachen Bebens mit der Stärke 3,2 nach Richter lag diesmal nur 5 Kilometer südlich von uns bei Schliern. Auf der Mercallistufe erreichte es diesmal nach meinen Schätzungen die Werte IV bis V. Möglicherweise steht dieses Beben in einem Zusammenhang mit dem Beben vom 3. Februar bei Bremgarten. Das heutige Beben war deutlich stärker wahrnehmbar. Hoffentlich ist es kein Vorbote für ein grösseres Ereignis. Dies sind alle in Bern spürbaren Erdbeben der letzten Jahre:


Datum Ort des Epizentrums,
Entfernung zu unserm Haus
Stärke
Richter
Stärke Mercalli
in Bern spürbar
15.03.2021 Schliern BE, 5 km
3,2 IV - V
03.02.2021 Bremgarten BE, 5 km
2,8 IV
06.03.2017 Linthal GL, 115 km
4,7 IV
24.10.2016 Leukerbad VS, 65 km
4,2 III - IV
06.04.2015 Köniz BE, 3 km
2,6 III
17.10.2014 Diemtigen BE, 34 km
3,2 II



06.02.2021  Saharastaub über Bern

Am Samstag, den 06.02.2021 um die Mittagszeit hüllte sich die ganze Stadt Bern in ein gelbes Licht. Obwohl es wolkenlos war, verdunkelte der Sahara-Staub die Sonne so stark, dass sie kaum noch zu sehen war. Zur gleichen Zeit fegte ein Blizzard quer durch Deutschland, der den Verkehr lahmlegte. Diese quergeteilte Wetterkonstellation im Winter in Europa ist extrem selten und tritt so nur alle paar Jahrzehnte ein.


Saharastaub über Bern am 6.2.2021

Saharastaub über Bern am 6.2.2021, 12:30 Uhr



06.02.2021  Coronapandemie ohne Ende und Schwierigkeiten im Umgang damit

Situation: Leider ist fast ganz Europa wieder im Lockdown. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und sämtliche Kulturveranstaltungen sind geschlossen, Privattreffen sind nur noch mit 5 Personen erlaubt. Die Maßnahmen zeigen erste Wirkungen, die Infektionszahlen gehen wieder zurück. Leider sind die Todeszahlen weiterhin hoch, und mehrere neue Mutationen verbreiten sich. Die britische Mutation ist zum Beispiel ansteckender und löst einen schwereren Verlauf aus. Andere Mutationen greifen nun vermehrt auch jüngere Menschen an.

Impfungen: Die Impfungen sind angelaufen, zeigen aber momentan noch keine Wirkung auf die Gesamtzahlen. Weltweit gibt es 2,3 Millionen Tote, in den USA 473'000, in der Schweiz sind es nun 9606. Ich musste mehreren Menschen helfen, um sie bei der Impfung anzumelden. Die Internetanmeldung des BAG war fehlerhaft. Ein technisch durchschnittlich begabter 84Jähriger schaffte die Anmeldung mit Handy und Internet nicht. Bei der alternativ angebotenen, telefonischen Anmeldung kam er 2 Wochen lang nicht durch. Es ist auch viel zu wenig Impfstoff vorhanden. Wenn nicht viel mehr Impfungen gleichzeitig stattfinden, wird die Pandemie ewig so weitergehen, weil die Immunität bei einem Coronavirus nur begrenzt anhält.

Massnahmen: Einige meiner Bekannten haben völlig abstruse Vorstellungen von dieser Krankheit. Der Informationsfluss von offizieller Seite über die Tücken dieser Krankheit ist unzureichend. Auch werden die Massnahmen nicht fundiert begründet. Wie man mit dieser Krise verantwortungsbewusst und mit Erfolg umgeht, zeigt die finnische Präsidentin Sanna Marin:

Finnland:       124 Todesopfer pro eine Million Bevölkerung (Stand 6.2.2021, worldometers)

Schweden:     1195 Todesopfer pro eine Million Bevölkerung
Schweiz:         1105 Todesopfer pro eine Million Bevölkerung

Manche bei uns meinen sogar, sie müssten sich unbedingt mit dem Virus infizieren, damit sie danach einen „Freipass“ bekommen. Diese Strategie wird scheitern. Bei einer Zweitinfektion oder auch bei einer anderen Krankheit ist man durch den erlittenen Schaden am Immunsystem viel höher gefährdet, das gilt übrigens auch für Jüngere. Die Schliessungen im Einzelhandel können langfristig so sicher nicht durchgesetzt werden, man wird ein Schutzkonzept ausarbeiten müssen. Einige verhalten sich privat leider immer noch leichtsinnig. Eine Konsequenz des Staates: Ab dem 8.2. gilt ein neuer Bussgeldkatalog gegen Verstösse der Verordnungen, zum Beispiel bei fehlendem Maskentragen oder bei verbotenen Privatpartys. Und warum sind die selbst genähten Stoffmasken, die nachweislich keine Wirkung zeigen, in der Schweiz weiterhin erlaubt? Wir persönlich tragen im Freien OP-Masken und in öffentlich zugänglichen Räumen nur noch FFP2-Masken, die es jetzt für 2 Franken pro Stück gibt.


Hier meine Einschätzung zum Virus (mit Quellenverzeichnis).



03.02.2021  Erdbeben in Bern spürbar

Ein relativ seltenes Ereignis fand am späten Abend um 23:35 in Bern statt. Zwei Vorbeben der Stärke 1,9 (Richter) eine Stunde zuvor kündigten es an. Kurz vor 23 Uhr warnte ich meine Frau vor einem möglichen Erdbeben in Bern. Ich hatte deshalb gerade auch ein LIVE-Spektrogramm zur Überwachung von Erdbeben in der Schweiz am Monitor im Auge, als plötzlich zwei Wellen durch unser Gebäude rauschten. Einer kleineren folgte ein halbe Sekunde später eine grosse Welle, die sich auf der Haut anfühlte wie die Druckwelle einer Detonation. Dieses Gefühl war sehr eigenartig und es erzeugte Herzklopfen. Das Bett knarrte und der Monitor schwankte. Das Epizentrum lag nur 5 km entfernt von uns und in nur 400 Metern Tiefe bei Bremgarten an der Aare. In der Altstadt von Bern war das Beben mit der Mercalli-Intensität III bis IV zu spüren. Nach Richter hatte das Beben nur eine Stärke von 2,8. Beim Spektogramm gab es einen deutlichen, orange gefärbten Peak.



29.10.2020  Explosives Wachstum bei den Corona-Infektionen und bei den Hospitalisierungen, Bundesrat greift durch

Nachdem wir verhältnismässig gut über den Sommer gekommen sind, explodieren jetzt die Zahlen in der gesamten Schweiz: Vom 28.10. auf den  29.10. waren es (nach dem BAG) landesweit 9386 Neuinfektionen, 287 neue Hospitalisierungen und 31 neue Todesopfer an einem Tag. Das sind schlimme Nachrichten: Wenn sich der Trend in den kommenden Tagen aufgrund der beschlossenen Massnahmen nicht umkehrt, dann schlittert die Schweiz in eine Katastrophe mit unbekanntem Ausmass. Seit gestern gibt es vom Bundesrat wieder massive Einschränkungen für zahlreiche Branchen und eine stark erweiterte Maskenpflicht. Schuld ist ein extrem lascher Umgang vieler Corona-Ignoranten im privaten und öffentlichen Bereich trotz der bekannten Gefahr und der geltenden Regelungen. Es gibt aber auch Grund zur Hoffnung: Durch die Erkenntnisse aus der Forschung haben wir in den Krankenhäusern differenzierte und effiziente Therapiemöglichkeiten. Das ist der alleinige Grund, warum sich die Infektionssterblichkeit des Virus im Vergleich zum Anfang der Pandemie erheblich vermindert hat. Dies sind die momentan im wissenschaftlichen Konsens anerkannten Zahlen:

Infektionssterblichkeit Grippe:        0,02 bis 0,08% (Mittelwert 0,05%)
Infektionssterblichkeit Covid-19:    0,5 bis 1,0% (Mittelwert 0,75%)

Die Zahlen können in den verschiedenen Regionen abweichen. In etwa kann man aber sagen: Covid-19 ist im Gesamtschnitt aller hochgerechneten Infektionen der Gesamtbevölkerung 15 Mal tödlicher als die Grippe. Bei den Jüngeren ist das Coronavirus in etwa gleich tödlich wie die Grippe, bei den älteren Menschen ist es dagegen deutlich tödlicher. Verschärfend wirkt, dass das Coronavirus ansteckender als das Grippevirus ist und dass es im menschlichen Körper an den Endothelzellen schwere Schäden verursacht. Dann kann es auch bei leichtem Verlauf sehr problematische Langzeitfolgen auslösen, zum Beispiel Schäden im Gehirn. Das Coronavirus kann man mit einem Grippevirus eigentlich gar nicht vergleichen, es ist ein Virus, das auch das Immunsystem am Endothel direkt angreift.

Warum verstehen das einige nicht? Wir müssen lernen mit dem Virus umzugehen. Gelangen die Krankenhäuser über ihre Kapazitätsgrenzen, werden die Todesfälle bei allen Krankheiten, bei Unfällen und damit in allen Altersgruppen wegen fehlender Kapazität massiv zunehmen. Deshalb müssen wir einen Pflegekraft- oder Intensivplatzmangel in den Spitälern durch geeignete Schutzmassnahmen unter allen Umständen verhindern. Ich zolle hier nochmals allen, die im öffentlichen Bereich oder in der Pflege arbeiten, ganz grossen Respekt. Das sind die wahren Helden!

Stand weltweit: ca. 45 Millionen getestete Infektionen und 1,18 Millionen Tote (nach www.worldometers.info)
USA: 233'000 Tote, Europa: 259'000 Tote, Schweiz: 2'200 Tote

29.06.2020  Illegale Party mit tausenden Teilnehmern in der Stadt Bern

Die ganze Nacht feierten Tausende eine Party in der Innenstadt mit überlauter Musik, und das, obwohl es nach den derzeit gültigen Pandemie-Vorschriften verboten ist! Nirgends wurden in der Menschenmenge Schutzmassnahmen eingehalten, kein Abstand, keine Masken, nichts! Jetzt haben wir in der Schweiz mit viel Mühe etwas erreicht und das alles wird durch ein solch egoistisches Verhalten gefährdet. Es gab über hundert Anzeigen wegen Lärmbelästigung. Die Polizei schritt trotzdem erst heute morgen um 8 Uhr ein, unglaublich! Wenn das ein Superspreader-Ereignis wird, dann geht alles von vorne los.


28.06.2020  Ende des Lockdowns seit mehreren Wochen

Die Zahl der Neuinfektionen ist in der Schweiz stark gesunken. Das deutet auch darauf hin, dass die meisten Menschen sehr verantwortungsbewusst sind. Leider beginnen die Zahlen jetzt wieder zu steigen. Im April gab es in der Schweiz eine deutliche Übersterblichkeit. Bisher hat das Virus fast 2000 Menschen in der Schweiz getötet. Weltweit gab es bisher 10 Millionen Infizierte und ungefähr eine halbe Million Tote, davon 128'000 alleine in den USA (Quelle: www.worldometers.info). Was ich nicht verstehe, dass es immer noch Corona-Ignoranten oder -Leugner gibt. Also nochmals für alle, die es bis heute nicht kapiert haben:

Der SARS-CoV-2-Erreger löst unter anderem eine Endotheliitis aus, also eine Entzündung der Endothelzellen in den Organen: Das bedeutet, dass das Virus die Endothelzellen in Lunge, Herz, Niere, Leber, Darm oder Gehirn an ihrem ACE2-Rezeptor angreifen kann und damit direkt das körpereigene Immunsystem attackiert. Das ist ein echtes Problem. Ob anhaltende Immunität nach einer erfolgten Infektion auftritt, kann momentan nicht beurteilt werden. Es gibt in der Zwischenzeit Fälle von immer wiederkehrenden Infektionen.



21.04.2020  SARS-CoV-2-Pandemie beeinträchtig das Leben massiv

Weltweit gibt es dieses Jahr bis heute (21.4.) etwa 2,5 Millionen Infizierte und 176'000 Todesopfer, die am Coronavirus gestorben sind. So etwas kannte man bisher nur aus Science-Fiction-Filmen: Das öffentliche Leben in Bern ist praktisch zum Erliegen gekommen. Offen sind nur noch lebensnotwendige Geschäfte wie Apotheken, Lebensmittelläden oder Autowerkstätten. Seit Wochen geschlossen sind Restaurants, Bars, Kaufhäuser, Coiffure-Salons, Gottesdienste, Museen, Galerien, Parks und alle Sportveranstaltungen. Dieses Virus hat die ganze Welt überrollt, und wir waren nur sehr ungenügend darauf vorbereitet.

Zu unseren Freunden haben wir nur noch telefonischen Kontakt. Psychisch und physisch ist das Ganze eine extreme Belastungsprobe. Auch die Post funktioniert nicht mehr richtig. Mehrere Wochen Wartezeit und defekte Lieferungen ohne Ende! Über die beruflichen Folgen will ich hier gar nicht erst reden. Wir müssen feststellen, dass sich viele Personen im öffentlichen Raum plötzlich asozial verhalten. Die Distanz- und Hygieneregeln halten einige sogar ganz gezielt nicht ein. Beim Einkaufen der Lebensmittel drängen sich Leute einfach vor, oder sie husten in den Raum ohne Rücksicht. Andererseits erkennt man nun auch, wer wirklich sozial ist. Hohe Anerkennung an alle, die Rücksicht nehmen, hilfsbereit sind oder ihren Job unter hohem Einsatz gewissenhaft ausführen, und das sind zum Glück sehr viele. Es sind zum Beispiel Leute im Krankenhaus, am Postschalter, Hilfsdienste, Freunde oder bestimmte Nachbarn.


27.07.2018  Längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts


Mit 103 Minuten Dauer war es die längste Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Da der rötliche Mars nur ein paar Tage später den erdnächsten Punkt erreichte, war er ebenfalls sehr hell. >Dokumentation mit Fotos



Blutmond mit Mars 2018

Blutmond mit Mars am 27.7.2018 von Zimmerwald aus gesehen



26.05.2018  Extremes Hagelgewitter über Münsingen, Kehrsatz und Rüfenacht

Kurz vor 19.45 bildete sich aus einer von Süden kommenden Gewitterfront eine Superzelle, die extremen Hagel mit sich brachte. Die Blitze waren so häufig, dass es sich mindestens eine halbe Stunde anhörte wie eine Dauerexplosion, unglaublich! Die Hagelkörner erreichten um die fünf Zentimeter. Das Foto zeigt das abziehende Gewitter Richtung Nordost mit einem Regenbogen und einem Blitz.



Blitz

Gewitter über Bern am 26.5.2018

 

03.01.2018  Orkan „Burglind“ richtet in der Schweiz schwere Schäden an

Am Vormittag fegte der Orkan „Burglind“ über die Schweiz. Es war der stärkste Sturm seit „Lothar“ 1999. Auf dem Bantiger bei Bern (941 m) gab es zwischen 10 und 13 Uhr morgens Orkanböen bis zu 172 Stundenkilometer. Dort erreichte auch der zehnminütige Mittelwind die Orkanstärke mit 117 km/h. Damit ist Burglind im Kanton Bern als Orkan eingestuft. In Mühleberg erreichte der Wind Spitzenwerte bis 148 km/h, in der Stadt Bern wurden maximal 96 km/h gemessen, in Thun und Zürich 126 km/h, in Wädenswil am Zürichsee sogar der Rekordwert von 150 km/h (nach www.kachelmannwetter.com). Auf dem Pilatus wurde mit 194 km/h der ewige Rekord der stärksten Windböen geknackt. Im Tierpark Arth Goldau gab es um 12 Uhr den absoluten Rekordwert mit 226 km/h! In der gesamten Schweiz stürzten unzählige Bäume um, Strommasten, Baugerüste und Dächer wurden beschädigt, im Strassen- und Schienenverkehr gab es massive Einschränkungen. Ganze LKWs kippten auf der A1 um. Flugzeuge nach Zürich mussten in Mailand landen. In Lenk warf eine Windböe einen Waggon eines fahrenden Regionalzuges um. Im Tierpark Dählhölzli in Bern wurden 50 grosse Buchen entwurzelt, die teilweise die Zäune vom Wolf-, Wisent- und Bärengehege zerstörten.

In Bern traten gespürt die stärksten Windböen um 12.15 Uhr zusammen mit einem Gewitter und extremem Platzregen auf. An unserem Balkon flogen undefinierte Gegenstände wie Geschosse vorbei. Der Wind lies das ganze Haus wie bei einem Erdbeben erzittern. Der Wind brach den grossen Weihnachtsbaum vor dem Bahnhof Bern einfach ab, so dass er umstürzte. Burglind führte nach dem Fachdienst AIR Worldwide in ganz Europa  Schäden in Höhe von 1,1 bis 1,6 Milliarden Euro. In der Schweiz verursachte er 1,3 Millionen Kubikmeter Fallholz.





06.03.2017  Erdbeben in Bern deutlich spürbar

Um 21.13 Uhr wackelte die Wohnung im Dachgeschoss. Der Schreibtisch mit den Computer-Monitoren bewegte sich mehrmals hin und her. Es gab heftige Seitwärtsbewegungen, aber ein Krachen oder Grollen war im Gegensatz zu früheren Beben nicht wahrnehmbar. Das Epizentrum des Bebens lag in Linthal GL. Das Beben mit der Stärke 4,7 (Richter) erreichte in Bern die Stärke 4 auf der Mercalli-Scala. Das Beben verursachte kleine Schäden in der Nähe des Epizentrums. Gläser fielen aus den Regalen und gingen kaputt, Gebäudeschäden gab es aber wohl nicht. Das Erdbeben war von Mailand bis Stuttgart spürbar.




24.10.2016  Erdbeben in Bern spürbar

Um 16.44 Uhr ging eine starke Welle durch unser Haus im Weissenbühlquartier in Bern. Es begann zunächst mit einem dumpfen Grollen und dann knackte das Holzgebälk unterm Dach so kräftig, dass sich Herzklopfen einstellte. Eine vorläufige Begutachtung ergab zunächst keine Schäden am Haus. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 4,2 auf der Richterskala lag in Leukerbad. In Bern erreichte das Beben nach meiner Einschätzung die Stufe 3 bis 4 auf der Mercalliskala. Damit war es das stärkste Erdbeben, das ich bisher in Bern verspürte.




28.05.2016  Schweres Hagelgewitter über Bern

Nach einem ungewöhnlich heissen Tag am 27. Mai mit bis zu 28 °C gingen in der Nacht auf Samstag die ersten Gewitter in der Schweiz los. Bern wurde zunächst verschont. Dafür zog am Samstag kurz vor 20 Uhr ein Gewitter direkt über unserem Quartier auf. Dieses brachte den stärksten Hagelschauer der letzten 20 Jahre in Bern. Die Hagelkörner hatten im Schnitt zwei bis drei Zentimeter Durchmesser. Die Besucher des Streetfood-Festivals suchten in der Innenstadt Schutz unter den Tischen. Manche Besucher wurden völlig durchnässt oder sogar am Kopf verletzt. Auch in Deutschland gab es an diesem Wochenende ungewöhnlich heftige Gewitter.
 
Eigener Kurzfilm des Hagelschauers  -  Zeitungsbericht bei 20min



Hagel über Bern




29.08.2015  Totale Mondfinsternis

Eine tolle Nacht erlebte ich am 29. September 2015
in Bern. Zwischen 4.10 Uhr und 5.23 Uhr stand ein Blutmond über der Stadt, den ich von verschiedenen Positionen aus fotografieren konnte. Die Erlebnisse sind in einer Fotoserie dokumentiert.

 

Mondfinsternis 2015
 
 


04.05.2015  Hochwasser der Aare

Nach längeren Regenfällen am Wochenende stiegen die Pegel am Thuner See und am Bieler See stark an. Gleichzeitig setzte die Schneeschmelze ein, so dass an der Aare in Bern die Hochwassergefahrenstufe 4 (grosse Gefahr) ausgerufen wurde. Die Wassermenge erreichte am Messpunkt Bern Schönau am späten Nachmittag 510 Kubikmeter pro Sekunde. Der Beginn der Badesaison fiel im Marzillibad buchstäblich ins Wasser. Ein Teil der Liegewiese und Teile des Uferweges wurden überschwemmt.



Hochwasser 2015
 
 
 

06.04.2015  Deutlich spürbares Erdbeben in Bern

Um 15.19 Uhr bebte die Erde unter Bern etwa fünf Sekunden lang. Dieses Beben erlebte nur meine Frau, weil ich gerade in Luzern war. Meine Frau telefonierte mit ihrer Mutter in Thun und sass auf dem Sofa im Wohnzimmer, das sich unter ihr deutlich anhob. Sie hörte ein Geräusch wie wenn eine Waschmaschine nach dem Schleudern stehen bleibt. In Thun wurde das Beben nicht verspürt. Das Erdbeben hatte die Stärke 2,6 auf der Richterskala. Ungewöhnlich war daran, dass sich das Epizentrum in 5,7 Kilometer Tiefe fast direkt unter meinem Seismograph befand, so dass dieser starke Bewegungen aufzeichnete. Die gesamte Aufzeichnung unten umfasst exakt sechs Sekunden. Das Beben dürfte im Weissenbühlquartier in Bern die Stufe 3 auf der Mercalliskala erreicht haben.
Das Nachbeben am nächsten Tag um 8.27 Uhr wurde nicht verspürt, es hatte nur die Stärke 1,4 (Richterskala).








20.03.2015   Partielle Sonnenfinsternis über Bern

Am Morgen baute ich meine Ausrüstung auf dem Hausberg bei Bern, dem Gurten, auf. Zwischen 8.30 Uhr und 10.30 Uhr konnte ich die partielle Sonnenfinsternis in allen Phasen beobachten. Die Sonnenfinsternis ist in einer Fotoserie dokumentiert.



Sonnenfinsternis 2015
 



17.10.2014  Spürbares Erdbeben

Um 19.37 gab es einen einzelnen, deutlich spürbaren Schlag auf das Haus, der die Wände und Regale leicht zum Zittern brachte. Ich war im vierten Stock unter dem Dach und dachte zuerst an eine Explosion oder starken Wind. Der Schweizerische Erdbebendienst registrierte ein Erdbeben der Stärke 3,2 auf der Richterskala mit dem Epizentrum in Diemtigen. Abwärts der Aare wurde das Erdbeben offenbar deutlicher gespürt als anderswo. Mein Eigenbau-Seismograph zeichnete erstmals ein Erdbeben auf! Es war das erste spürbare Erdbeben in Bern seit über zehn Jahren. Das Beben erreichte die Stufe 2 auf der Mercalliskala.

Earthquake



22.08.2012   Gewitter-Superzelle über dem Kanton Bern

In der Nacht konnte ich von meinem Dachfenster aus Richtung Emmental eine riesige Superzelle beobachten. Es gab pro Minute bis zu 100 Blitze. Sie war gigantisch, die gewaltigste Gewitterzelle, die ich jemals sah. Ich schätze, sie war über 20 Kilometer hoch und bis zu 50 Kilometer breit. Das Zentrum der Zelle stand zu diesem Zeitpunkt etwa über dem Brienzer Rothorn und das ist sehr weit weg von Bern. Hier ein Foto der Superzelle von Bern aus:



Superzelle



04.03.2007   Totale Mondfinsternis über Bern


Die totale Mondfinsternis konnte ich bei klarem Wetter direkt vom Balkon aus beobachten und fotografieren. Dabei gelang mir ein Foto des "Blutmondes". Weitere Fotos und Erklärungen dazu finden sich hier...


Mondfinsternis 2015



23. und 24.08.2005   Hochwasser der Aare in Bern

Das Mattequartier an der Aare stand mehrere Meter unter Wasser. Die maximale Abflussmenge am Messpunkt Bern Schönau betrug 590 Kubikmeter pro Sekunde (23.8., Hochwassergefahrenstufe 5, sehr grosse Gefahr). Da für einige Häuser Einsturzgefahr bestand, räumte die Feuerwehr das Quartier. Ausgelöst wurde die Hochwasserkatastrophe durch mehrere schwere Unwetter am Alpennordhang in den drei Tagen zuvor. In der ganzen Schweiz kamen sechs Personen ums Leben, der Schaden betrug 2,5 Milliarden Franken. Viele Seen, so auch der Thunersee erreichten die höchsten jemals gemessenen Wasserstände. Das Hochwasser 2005 erzeugte nach 1480 den zweithöchsten jemals gemessenen Wasserstand im Mattequartier in Bern.

 
Hochwasser in Bern im Jahr 2005

Hochwasser in Bern im Jahr 2005

Hochwasser in Bern im Jahr 2005
 


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