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Seilnachts Blog aus Bern
Naturwissenschaftlich relevante Ereignisse
27.07.2018  Längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts

Mit 103 Minuten Dauer war es die längste Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Da der rötliche Mars nur ein paar Tage später den erdnächsten Punkt erreichte, war er ebenfalls sehr hell. >Dokumentation mit Fotos



Blutmond mit Mars 2018

Blutmond mit Mars am 27.7.2018 von Zimmerwald aus gesehen



26.05.2018  Extremes Hagelgewitter über Münsingen, Kehrsatz und Rüfenacht

Kurz vor 19.45 bildete sich aus einer von Süden kommenden Gewitterfront eine Superzelle, die extremen Hagel mit sich brachte. Die Blitze waren so häufig, dass es sich mindestens eine halbe Stunde anhörte wie eine Dauerexplosion, unglaublich! Die Hagelkörner erreichten um die fünf Zentimeter. Das Foto zeigt das abziehende Gewitter Richtung Nordost mit einem Regenbogen und einem Blitz.



Blitz

Gewitter über Bern am 26.5.2018

 

03.01.2018  Orkan „Burglind“ richtet in der Schweiz schwere Schäden an

Am Vormittag fegte der Orkan „Burglind“ über die Schweiz. Es war der stärkste Sturm seit „Lothar“ 1999. Auf dem Bantiger bei Bern (941 m) gab es zwischen 10 und 13 Uhr morgens Orkanböen bis zu 172 Stundenkilometer. Dort erreichte auch der zehnminütige Mittelwind die Orkanstärke mit 117 km/h. Damit ist Burglind im Kanton Bern als Orkan eingestuft. In Mühleberg erreichte der Wind Spitzenwerte bis 148 km/h, in der Stadt Bern wurden maximal 96 km/h gemessen, in Thun und Zürich 126 km/h, in Wädenswil am Zürichsee sogar der Rekordwert von 150 km/h (nach www.kachelmannwetter.com). Auf dem Pilatus wurde mit 194 km/h der ewige Rekord der stärksten Windböen geknackt. Im Tierpark Arth Goldau gab es um 12 Uhr den absoluten Rekordwert mit 226 km/h! In der gesamten Schweiz stürzten unzählige Bäume um, Strommasten, Baugerüste und Dächer wurden beschädigt, im Straßen- und Schienenverkehr gab es massive Einschränkungen. Ganze LKWs kippten auf der A1 um. Flugzeuge nach Zürich mussten in Mailand landen. In Lenk warf eine Windböe einen Waggon eines fahrenden Regionalzuges um. Im Tierpark Dählhölzli in Bern wurden 50 grosse Buchen entwurzelt, die teilweise die Zäune vom Wolf-, Wisent- und Bärengehege zerstörten.

In Bern traten gespürt die stärksten Windböen um 12.15 Uhr zusammen mit einem Gewitter und extremem Platzregen auf. An unserem Balkon flogen undefinierte Gegenstände wie Geschosse vorbei. Der Wind lies das ganze Haus wie bei einem Erdbeben erzittern. Der Wind brach den grossen Weihnachtsbaum vor dem Bahnhof Bern einfach ab, so dass er umstürzte. Burglind führte nach dem Fachdienst AIR Worldwide in ganz Europa  Schäden in Höhe von 1,1 bis 1,6 Milliarden Euro. In der Schweiz verursachte er 1,3 Millionen Kubikmeter Fallholz.





06.03.2017  Erdbeben in Bern deutlich spürbar

Um 21.13 Uhr wackelte die Wohnung im Dachgeschoss. Der Schreibtisch mit den Computer-Monitoren bewegte sich mehrmals hin und her. Es gab heftige Seitwärtsbewegungen, aber ein Krachen oder Grollen war im Gegensatz zu früheren Beben nicht wahrnehmbar. Das Epizentrum des Bebens lag in Linthal GL. Das Beben mit der Stärke 4,7 (Richter) erreichte in Bern die Stärke 4 auf der Mercalli-Scala. Das Beben verursachte kleine Schäden in der Nähe des Epizentrums. Gläser fielen aus den Regalen und gingen kaputt, Gebäudeschäden gab es aber wohl nicht. Das Erdbeben war von Mailand bis Stuttgart spürbar.




24.10.2016  Erdbeben in Bern spürbar

Um 16.44 Uhr ging eine starke Welle durch unser Haus im Weissenbühlquartier in Bern. Es begann zunächst mit einem dumpfen Grollen und dann knackte das Holzgebälk unterm Dach so kräftig, dass sich Herzklopfen einstellte. Eine vorläufige Begutachtung ergab zunächst keine Schäden am Haus. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 4,2 auf der Richterskala lag in Leukerbad. In Bern erreichte das Beben nach meiner Einschätzung die Stufe 3 bis 4 auf der Mercalliskala. Damit war es das stärkste Erdbeben, das ich bisher in Bern verspürte.




28.05.2016  Schweres Hagelgewitter über Bern

Nach einem ungewöhnlich heißen Tag am 27. Mai mit bis zu 28 °C gingen in der Nacht auf Samstag die ersten Gewitter in der Schweiz los. Bern wurde zunächst verschont. Dafür zog am Samstag kurz vor 20 Uhr ein Gewitter direkt über unserem Quartier auf. Dieses brachte den stärksten Hagelschauer der letzten 20 Jahre in Bern. Die Hagelkörner hatten im Schnitt zwei bis drei Zentimeter Durchmesser. Die Besucher des Streetfood-Festivals suchten in der Innenstadt Schutz unter den Tischen. Manche Besucher wurden völlig durchnässt oder sogar am Kopf verletzt. Auch in Deutschland gab es an diesem Wochenende ungewöhnlich heftige Gewitter.
 
Eigener Kurzfilm des Hagelschauers  -  Zeitungsbericht bei 20min



Hagel über Bern




29.08.2015  Totale Mondfinsternis

Eine tolle Nacht erlebte ich am 29. September 2015
in Bern. Zwischen 4.10 Uhr und 5.23 Uhr stand ein Blutmond über der Stadt, den ich von verschiedenen Positionen aus fotografieren konnte. Die Erlebnisse sind in einer Fotoserie dokumentiert.

 

Mondfinsternis 2015
 
 


04.05.2015  Hochwasser der Aare

Nach längeren Regenfällen am Wochenende stiegen die Pegel am Thuner See und am Bieler See stark an. Gleichzeitig setzte die Schneeschmelze ein, so dass an der Aare in Bern die Hochwassergefahrenstufe 4 (grosse Gefahr) ausgerufen wurde. Die Wassermenge erreichte am Messpunkt Bern Schönau am späten Nachmittag 510 Kubikmeter pro Sekunde. Der Beginn der Badesaison fiel im Marzillibad buchstäblich ins Wasser. Ein Teil der Liegewiese und Teile des Uferweges wurden überschwemmt.



Hochwasser 2015
 
 
 

06.04.2015  Deutlich spürbares Erdbeben in Bern

Um 15.19 Uhr bebte die Erde unter Bern etwa fünf Sekunden lang. Dieses Beben erlebte nur meine Frau, weil ich gerade in Luzern war. Meine Frau telefonierte mit ihrer Mutter in Thun und saß auf dem Sofa im Wohnzimmer, das sich unter ihr deutlich anhob. Sie hörte ein Geräusch wie wenn eine Waschmaschine nach dem Schleudern stehen bleibt. In Thun wurde das Beben nicht verspürt. Das Erdbeben hatte die Stärke 2,6 auf der Richterskala. Ungewöhnlich war daran, dass sich das Epizentrum in 5,7 Kilometer Tiefe fast direkt unter meinem Seismograph befand, so dass dieser starke Bewegungen aufzeichnete. Die gesamte Aufzeichnung unten umfasst exakt sechs Sekunden. Das Beben dürfte im Weissenbühlquartier in Bern die Stufe 3 auf der Mercalliskala erreicht haben.
Das Nachbeben am nächsten Tag um 8.27 Uhr wurde nicht verspürt, es hatte nur die Stärke 1,4 (Richterskala).








20.03.2015   Partielle Sonnenfinsternis über Bern

Am Morgen baute ich meine Ausrüstung auf dem Hausberg bei Bern, dem Gurten, auf. Zwischen 8.30 Uhr und 10.30 Uhr konnte ich die partielle Sonnenfinsternis in allen Phasen beobachten. Die Sonnenfinsternis ist in einer Fotoserie dokumentiert.



Sonnenfinsternis 2015
 



17.10.2014  Spürbares Erdbeben

Um 19.37 gab es einen einzelnen, deutlich spürbaren Schlag auf das Haus, der die Wände und Regale leicht zum Zittern brachte. Ich saß im vierten Stock unter dem Dach und dachte zuerst an eine Explosion oder einen starken Windstoß. Der Schweizerische Erdbebendienst registrierte ein Erdbeben der Stärke 3,2 auf der Richterskala mit dem Epizentrum in Diemtigen. Abwärts der Aare wurde das Erdbeben offenbar deutlicher gespürt als anderswo. Mein Eigenbau-Seismograph zeichnete erstmals ein Erdbeben auf! Es war das erste spürbare Erdbeben in Bern seit über zehn Jahren. Das Beben erreichte die Stufe 2 auf der Mercalliskala.

Earthquake



22.08.2012   Gewitter-Superzelle über dem Kanton Bern

In der Nacht konnte ich von meinem Dachfenster aus Richtung Emmental eine riesige Superzelle beobachten. Es gab pro Minute bis zu 100 Blitze. Sie hatte sehr große Ausmaße, die größte Gewitterzelle, die ich jemals sah. Ich schätze, sie war über 20 Kilometer hoch und bis zu 50 Kilometer breit. Das Zentrum der Zelle stand zu diesem Zeitpunkt etwa über dem Brienzer Rothorn und das ist sehr weit weg von Bern. Hier ein Foto der Superzelle von Bern aus:



Superzelle



04.03.2007   Totale Mondfinsternis über Bern


Die totale Mondfinsternis konnte ich bei klarem Wetter direkt vom Balkon aus beobachten und fotografieren. Dabei gelang mir ein Foto des "Blutmondes". Weitere Fotos und Erklärungen dazu finden sich hier...


Mondfinsternis 2015



23. und 24.08.2005   Hochwasser der Aare in Bern

Das Mattequartier an der Aare stand mehrere Meter unter Wasser. Die maximale Abflussmenge am Messpunkt Bern Schönau betrug 590 Kubikmeter pro Sekunde (23.8., Hochwassergefahrenstufe 5, sehr grosse Gefahr). Da für einige Häuser Einsturzgefahr bestand, räumte die Feuerwehr das Quartier. Ausgelöst wurde die Hochwasserkatastrophe durch mehrere schwere Unwetter am Alpennordhang in den drei Tagen zuvor. In der ganzen Schweiz kamen sechs Personen ums Leben, der Schaden betrug 2,5 Milliarden Franken. Viele Seen, so auch der Thunersee erreichten die höchsten jemals gemessenen Wasserstände. Die Aare fließt bei Thun aus dem Thunersee Richtung Bern. Das Hochwasser 2005 erzeugte nach 1480 den zweithöchsten jemals gemessenen Wasserstand im Mattequartier in Bern.

 
Hochwasser in Bern im Jahr 2005

Hochwasser in Bern im Jahr 2005

Hochwasser in Bern im Jahr 2005
 


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