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Türkis
 
 Fundort: New Mexiko, USA
Kurzportrait Türkis ist ein selten vorkommendes Mineral, das schon seit dem Altertum als Edelstein oder Schmuckstein verwendet wird. Die Ägypter bauten es auf der Halbinsel Sinai ab, später kamen die Türkise aus Persien. Darauf beruht auch das Missverständnis der Namensgebung: Der Türkis ist nach dem französischen Wort turquoise (türkischer Stein) benannt. Früher handelte man den Stein aus Persien in der Türkei. Farbstarke, ungefärbte Türkise sind sehr wertvoll. Leider gibt es auch Material, das aus Schleifstaub zusammengepresst und nachgefärbt wird. Auch das Nachwachsen oder Einölen der Steine ist weit verbreitet. Das Mineral bildet gerne traubenförmige oder erdige Aggregate, Kristalle lassen sich meist nur im Mikroskop erkennen.
Formel (Familie) CuAl6(PO4)4(OH)8 4H2O  (Phosphate)
Farbe hellblau, hellgrün
Strich und Glanz weiß, leicht grünlich; Wachsglanz
Härte und Dichte 5-6 (Mohs), 2,6-2,9 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen; Bruch uneben, splittrig
Kristallsystem und Formen triklines System; Pinakoide und andere
Aggregate sehr kleine Kristalle, körnig, derb, nierig, Überzüge und Füllungen in Adern
Nachweis in Säuren löslich, gibt beim Erhitzen in geschlossenem Behälter Wasser ab, schmilzt nicht vor dem Lötrohr
Fundorte (Auswahl) Madén/Iran, New Mexiko und Arizona/USA, Cornwall/England