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Tiemannit
 
 Fundort: Lasovice/Tschechien
Kurzportrait Der Tiemannit ist ein selten vorkommendes Quecksilber-Selen-Mineral. Benannt ist es nach dem erstmaligen Finder und deutschen Chemiker Ferdinand Tiemann (1848-1899). Das Mineral ist weich und besitzt eine hohe Dichte. Der Lerbachit  (Hg,Pb)Se  stellt ein Mischmineral zwischen dem Tiemannit und dem Clausthalit dar. Quecksilberselenid eignet sich als Halbleitermaterial beispielsweise in Solarzellen. Die Quecksilberverbindung ist an der Luft relativ stabil, mit Säuren entsteht Selenwasserstoff, beim Erhitzen werden Quecksiberdämpfe frei. Beide Produkte sind sehr toxisch!
Formel (Familie) HgSe  (Selenid)
Farbe stahlgrau
Strich und Glanz grauschwarz; Metallglanz
Härte und Dichte 2,5  (Mohs), 8,1 - 8,5 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch keine, Bruch uneben
Kristallsystem und Formen kubisches System, Würfel, u.a.
Aggregate Kristalle; derb, feinkörnig
Nachweis löst sich in Schwefel- und Salpetersäure und bildet hochtoxischen Selenwasserstoff; vor der Lötlampe Selengeruch und Freisetzen toxischer Quecksilberdämpfe!
Fundorte (Auswahl) Lerbach und Clausthal/Harz, Marysvale/Utah/USA, Lasovice/Tschechien