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Pyrrhotin, Magnetkies
 
Fundort: Trepca/Kosovo
Kurzportrait Das Mineral Pyrrhotin ist wie der Pyrit und der Markasit aus Eisensulfid aufgebaut, das Verhältnis der Eisen- und Schwefel-Atome beträgt aber beim Eisen(II)-sulfid 1:1. Die bronzegelben, tafelig-prismatischen Kristalle bilden gerne rosettenförmige oder gestapelte Aggregate, die an der Luft braun anlaufen. Benannt ist der Pyrrhotin nach dem griechischen Wort pyrrhotes (Feuerfarbe). Kristalle zeigen die Form des hexagonalen Systems, da sie sich im Entstehungsprozess oberhalb von 300°C entwickeln und dann erst weiter abkühlen. Der Pyrrhotin dient wie der Pyrit zur Gewinnung von Schwefeldioxid und Schwefelsäure, wegen des Nickelgehalts hat er auch als Erz zur Gewinnung von Nickel eine Bedeutung.
Formel (Familie) FeS  (Sulfide) 
Farbe bronzegelb, silbergrau
Strich und Glanz grauschwarz; Metallglanz
Härte und Dichte 4 (Mohs); 4,6 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch unvollkommen, in grobkörnigen Stücken deutlich; Bruch spröde
Kristallsystem und Formen unter 300°C: monoklines System, über 300°C: hexagonales System; Basispinakoid, Prismen, Dipyramiden, oft tafelig
Aggregate Kristalle selten, oft gestapelt oder rosettenartig; derb, massig, körnig
Nachweis Ferromagnetismus, löst sich in warmer, konzentrierter Salzsäure unter Ausscheidung von Schwefel und Entwicklung von Schwefelwasserstoff (Geruch nach faulen Eiern), schmilzt vor dem Lötrohr zu einer schwarzen, magnetischen Masse
Fundorte (Auswahl) Dalnegorsk/Russland, Trepca/Serbien, St. Andreasberg/Harz, Gotthardtunnel/Schweiz