Start  >>  Mineralogie  >>  Mineralien und Erze
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Hedenbergit

Fundort: Elba, Italien
Kurzportrait Der Hedenbergit wurde im Jahr 1819 am Tunaberg in Schweden gefunden. Der Chemiker Jöns Jakob Berzelius benannte das neu entdeckte Mineral nach einem seiner Mitarbeiter, dem schwedischen Chemiker Ludwig Hedenberg. Das Mineral ist der farbgebende Bestandteil im grünen Prasem-Quarz. Das Mineral kommt gerne unter dem Andradit-Granat aus Serifos/Griechenland vor, der in Sammlungen weit verbreitet ist. Hedenbergit entsteht auch bei der thermischen Zerstörung von Asbest-Fasern. Faserige Hedenbergit-Aggregate könnten beim Einatmen problematisch sein.
Formel (Familie) CaFe2+[Si2O6]  (Silicate und Germanate) - magnesiumhaltige Stufen auch im Übergang zu Diopsid, Schefferit (Mg und Mn2+), Johannsenit (Ca und Mn2+), Jeffersonit (ZnO)
Farbe dunkelgrün, lauchgrün, schwärzlich, braun, silbrig
Strich und Glanz farblos bis graugrün, Glasglanz
Härte und Dichte 5 bis 6 (Mohs), 3,5 bis 3,6 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch deutlich nach dem Prisma; uneben muschelig
Kristallsystem und Formen trigonales System; Prismen u.a.
Aggregate Kristalle selten; stängelig, radialstrahlig, derb, körnig, faserig
Nachweis in Säure schwer löslich, schmilzt vor dem Lötrohr zu einem schwarzen Glas, Form der radialstrahligen Aggregate
Fundorte (Auswahl) Elba/Italien, Schwarzenberg/Erzgebirge, Dalnegorsk/Russland, Serifos/Griechenland, New Jersey/USA 
 
Prasemquarz
Andradit

 
Prasemquarz mit Eisenrosen
Serifos/Griechenland
Andradit auf Hedenbergit
Serifos/Griechenland