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Euxenit-(Y) 
 
Fundort: Tredalon/Schweden
Kurzportrait Zu den Mineralien der Euxenit-Gruppe gehören der radioaktive Euxenit-(Y) und der Tanteuxenit-(Y). Im Euxenit und im Gadolinit entdeckte der schwedische Chemiker Lars Frederik Nilson (1840-1899) im Jahre 1879 das Element Scandium. Der Name bezieht sich auf das griechische Wort euxenos (gastfreundlich), da die Euxenite gerne Elemente der Seltenerden-Metalle beherbergen. Sie stellen bedeutende Erze für die Zukunft dar, da diese Elemente in der Elektronikindustrie zunehmend benötigt werden.
Formel (Familie) Euxenit-(Y):  (Y,Ce,Ca,U,Th)(Ta,Nb,Ti)2O6  (Oxide) 
Tanteuxenit-(Y):  (Y,Ce,Ca)(Ta,Nb,Ti)2(O,OH)6  (Oxide, Hydroxide)
Farbe schwarz, grünlich, bräunlich
Strich und Glanz gelbbraun oder rötlich; Metallglanz, Fettglanz
Härte und Dichte Euxenit-(Y):  6 - 6,5 (Mohs); 4,7 - 5 g/cm3 
Tanteuxenit-(Y):  5 - 6 (Mohs); 5,4 - 5,9 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch fehlend; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System, Pinakoide, Dipyramiden
Aggregate Kristalle prismatisch geschichtet; derb, körnig, eingebettet
Nachweis leicht radioaktiv, fehlende Spaltbarkeit, muscheliger Bruch
Fundorte (Auswahl) Sogn og Fjordane und Evje in Norwegen, Tredalon und Högsbo in Schweden, Ober- und Untersulzbachtal in Österreich, Erzvorkommen auch in Madagaskar, Brasilien, Kanada und den USA