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CarrollitLupe
Carrollit
 
Fundort: Kamoya South II Mine, Kambove, DR Kongo
Kurzportrait Carrollit ist weltweit gesehen ein weniger häufiges Cobalt-Erz. In der Demokratischen Republik Kongo wird es aber zur Gewinnung von Cobalt abgebaut. Aus Kambove sind für den Sammlermarkt gut ausgebildete, hoch glänzende, oktaedrische Kristalle mit bis zu zwei Zentimeter Kantenlänge bekannt. Carrollit ist von den sehr ähnlichen Mineralien Siegenit (Ni,Co)3S4 und Polydymit Ni2+Ni3+S4 nur schwer zu unterscheiden. Alle Sulfide nach dem Muster AB2X4 werden zu den Mineralien der Linneit-Gruppe gezählt. X steht dabei für S oder Se, während A durch Fe, Ni, Co, Cu und B durch Co, Ni, Cr ersetzt werden können. Bei den Bergleuten werden die Mineralien der Linneit-Gruppe als Kobaltkies bezeichnet. 
Formel (Familie) Cu(Co,Ni)2S4  (Sulfide)
Farbe silberweiß glänzend
Strich und Glanz grauschwarz; Metallglanz
Härte und Dichte 5,5 (Mohs); 4,5 - 4,8 g/cm3
Spaltbarkeit; Bruch gut; Bruch uneben
Kristallsystem und Formen kubisches System, meist Oktaeder, kombiniert mit Würfelflächen oder anderen Flächen des kubischen Systems
Aggregate Kristalle und Zwillinge, derb, körnig
Nachweis in Salpetersäure erfolgt ein Anätzen unter Aufbrausen; typisch sind die silberweiß glänzenden Oktaeder
Fundorte (Auswahl) Kamoya South II Mine, Kambove in der DR Kongo