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Argyrodit
 
Fundort: Zacatecas/Mexiko
Kurzportrait Das Mineral Argyrodit wurde nach dem griechischen Wort argyron (Silber enthaltend) benannt. Im Jahr 1886 entdeckte Clemens Alexander Winkler (1838-1904) im Argyrodit das Element Germanium. Der Argyrodit eignet sich als Erz zur Gewinnung von Silber und Germanium. Oft ist es mit dem zinnhaltigen Mineral Canfieldit Ag8SnS6vermischt. Argyrodit-Kristalle zeigen rötliche oder violette Anlauffarben, sie bilden pseudokubische Formen wie Würfel oder Oktaeder aus, obwohl das Mineral dem orthorhombischen System angehört. An der Luft laufen die Kristalle schwarz an und verlieren ihren Glanz. 
Formel (Familie) Ag8GeS6  (Sulfide)
Farbe stahlgrau, rötlich-violett angelaufen, schwärzlich
Strich und Glanz schwarzgau; Metallglanz
Härte und Dichte 2,5 (Mohs); 6,2 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch keine, Bruch uneben muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System; Pseudowürfel, -Rhombendodekaeder und -Oktaeder
Aggregate Kristalle; derb, massig, nierig
Nachweis lässt sich mit Fingernagel ritzen; schmilzt vor dem Lötrohr zu einem Silberkorn, beim Erhitzen im Glasrohr bildet sich ein gelblicher Beschlag
Fundorte (Auswahl) Grube Himmelsfürst, Sachsen/Deutschland; Potosi/Bolivien