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Pflanzendünger
 
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Gefahr
Beim Verschlucken Vergiftungen möglich
Beim Verschlucken durch Haustiere schwere Vergiftungen möglich
Aufbewahrung
Verschlossener Schrank für Kinder unzugänglich
Nicht zusammen mit Lebensmitteln aufbewahren
Ansätze niemals in Gießkannen offen herumstehen lassen
Bei richtiger Handhabung keine Schutzausrüstung erforderlich

Inhaltsstoffe
Düngemittel für Pflanzen gibt es in verschiedenen Dosierungsformen. Ein Volldünger enthält Salze, die Stickstoff-, Kalium- und Phosphor-Ionen liefern, sowie einige Spurenelemente. Dafür eignen sich zum Beispiel Ammoniumnitrat, Ammoniumphosphat, Ammoniumsulfat, Kaliumnitrat oder Kaliumsulfat. Bei flüssigen Düngern sind diese Nährstoffe in Wasser gelöst. In Sticks oder Stäbchen werden sie zu einer festen Masse gepresst.

Gefahren
Offen herumstehende mit Dünger versetzte Gießkannen verleiten Haustiere und Kinder zum Trinken. Als Symptome treten Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall auf. Ein Übermaß an Düngemitteln in Gewässern führt zu einem vermehrten Algenwachstum. Der Sauerstoffgehalt sinkt, und es kann zu einem Massensterben bei den Wassertieren kommen. Falsches Düngen kann das Leben der Pflanzen gefährden. Wenn Kinder Sticks oder Düngemittel-Stäbchen essen, besteht Vergiftungsgefahr.

Aufbewahrung
Düngemittel werden in einem verschlossenen Schrank getrennt von Lebensmitteln aufbewahrt. Sie dürfen nur in der gut verschlossenen Originalverpackung aufbewahrt werden. Es dürfen keine Gießkannen mit Dünger oder Dünge-Sticks in Wohnungen offen herumstehen, wenn Kinder oder Haustiere Zugang dazu haben.

Sicherer Umgang
In privaten Haushalten sind nur dafür zugelassene Mittel erlaubt. Es dürfen keine landwirtschaftlichen Produkte eingesetzt werden. Die Gebrauchsanweisung ist zu lesen, die Dosierungen müssen eingehalten werden. In manchen Fällen reicht auch das einfache Nachfüllen von Gartenerde. Einige Pflanzen können ihren Stickstoffbedarf auch aus der Luft gewinnen und benötigen nur ganz wenig Dünger. Im Garten sollte man Düngemittel nur sparsam einsetzen. Der Humus vom Komposthaufen ist zum Beispiel ein natürlicher und kostenloser Dünger für den eigenen Garten:


Komposthaufen


Anwendungen
Man
löst die nach der Gebrauchsanweisung vorgegebene Menge in einem speziell dafür vorgesehenen Behälter in Wasser auf und gießt die Pflanzen damit. Sticks werden einfach in die Erde gesteckt. Ein übermäßiges Düngen kann die Pflanzen gefährden. Manche Pflanzenarten vertragen nur wenig Dünger. Es ist zu beachten, dass der Blumenerde oft schon Dünger zugesetzt ist. Das Düngen darf nie bei prallem Sonnenschein und bei feuchter Erde erfolgen, da sonst die Blätter und Wurzeln verbrennen können. Die meisten Pflanzen düngt man während ihrer Wachstumsphase, also im Frühjahr und Sommer, während sie Triebe bilden. Pflanzen mit hohem Lichtbedarf benötigen generell mehr Dünger.

Entsorgung
Düngemittelreste dürfen nicht ins Abwasser gelangen. Sie werden im Originalbehälter bei einer Sammelstelle für Schadstoffe oder bei einer Gärtnerei abgegeben.

Erste-Hilfe
  • Bei Verschlucken durch Kinder Mund ausspülen und viel Wasser trinken lassen. Bei Verschlucken von Sticks Giftnotruf anrufen.
  • Bei Verschlucken durch Haustiere viel Wasser verabreichen und Tierarzt aufsuchen.
  • Bei Unwohlsein Giftnotruf anrufen und Person in stabile Seitenlage bringen.
 
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