Uran im PSE
 
Die Hiroshima-Bombe - abgeworfen am 6.8.1945
 
Funktionsweise
Der Kernsprengstoff einer Atombombe des Hiroshima-Typs besteht aus einer Uran-235-Kugel mit Ausschnitt und einem passenden Kegel. Bei der Zündung wird der Urankegel mit Hilfe eines herkömmlichen Sprengstoffs in die Urankugel hineingeschossen. Dabei entsteht eine sogenannte „überkritische Masse“. Die kritische Masse für Uran-235 liegt bei 50 Kilogramm, das ist eine Urankugel mit nur etwa 17 Zentimetern Durchmesser! Bei der Überschreitung der kritischen Masse, steigt die Neutronenstrahlung so schnell an, dass die frei fliegenden Neutronen immer mehr Uran-Atome spalten und eine Kettenreaktion auslösen. Die freiwerdende Energie der Hiroshima-Bombe entsprach etwa der Wirkung von 13000 Tonnen TNT. Dabei entstanden Temperaturen von bis zu zehn Millionen Grad Celsius.  
  
Folgen
Die Druckwelle und die Hitze zerstörte auf einer Fläche mit einem Durchmesser von fünf Kilometern sämtliche Gebäude, Häuser und Gegenstände. 90000 Menschen wurden getötet und 37000 verwundet. Durch die Hitze verdampften die Menschen, so dass ihre Schattenbilder der Asche auf übrig gebliebenen Mauern zu erkennen waren. Noch in zehn Kilometer Entfernung wurden Bäume und Häuser durch die Hitzewelle in Brand gesetzt und in 15 Kilometer Entfernung zerbarsten Fensterscheiben. In den folgenden vier Wochen starben viele Menschen qualvoll an den Folgen der radioaktiven Strahlung, die durch die Bombe und ihre schmutzigen Abfallstoffe frei wurden. Jahrzehntelang bekamen die Menschen in Japan Krebs oder Leukämie als unmittelbare Auswirkung der radioaktiven Verseuchung. 1976 starben immer noch 2200 Überlebende an den Folgen der beiden Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki.  
Atombombe