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Batterien und Akkus

Batterie
Gefahr
Alte Batterien und Akkus können ätzende Stoffe freisetzen
Knopfzellen verleiten Kinder zum in den Mund nehmen
Schwermetalle im Batteriemüll belasten die Umwelt
Bei falscher Verwendung können Akkus einen Brand verursachen
Aufbewahrung
Verschlossene Schublade für Kinder unzugänglich
Nicht mit chemischen Produkten zusammen aufbewahren
Bei normaler Verwendung muss kein Schutz getragen werden

Inhaltsstoffe
Je nach Batterietyp werden Metalle und ihre Salze als Elektroden eingesetzt. Der Elektrolyt kann ätzende Laugen enthalten. Die klassische Alkali-Mangan-Batterie enthält Zink, Braunstein und Kalilauge. In Lithium-Ionen-Akkus findet man Graphit und Lithiumsalze. Bei den Lithium-Polymer-Akkus besteht der Elektrolyt aus einem elektrisch leitfähigen Polymer, das nicht ätzend ist. Zink-Silberoxid-Knopfzellen enthalten unter anderem Silberoxid.

Gefahren
Wenn Batterien sehr alt sind, können sie auslaufen, wobei ätzende Stoffe freigesetzt werden. Diese reizen oder verätzen Haut und Augen. Bei einer Überladung oder bei einer mechanischen Beschädigung kann ein geladener Lithium-Polymer-Akku sehr heiß werden oder sich sogar entzünden. Die jeweiligen Akkus dürfen nur mit einem passenden und geeigneten Ladegerät aufgeladen werden. Bei Knopfzellen oder kleinen Batterien besteht die Gefahr, dass Kinder diese in Mund, Ohren oder Nase stecken oder verschlucken. Normalerweise werden Batterien nach dem Verschlucken wieder unversehrt ausgeschieden. Es besteht jedoch Erstickungsgefahr, wenn die Batterien im Hals oder in der Nase steckenbleiben. Batterien im Müll gefährden die Umwelt, da sie Schwermetalle freisetzen. Noch geladene Lithium-Polymer-Akkus können im Müll Brände verursachen, wenn sie zerquetscht werden.


Ausgelaufene Batterien

Beim Auslaufen der Batterien treten ätzende Salze aus


Aufbewahrung
Batterien werden in einer verschlossenen Schublade oder in einem verschlossenen Schrank aufbewahrt. Sie sollten nicht zusammen mit Lebensmitteln, Reinigungsmitteln oder anderen chemischen Produkten aufbewahrt werden.

Sicherer Umgang
Batterien dürfen nur nach ihrem vorgeschriebenen Verwendungszweck eingesetzt werden. Das Laden von Akkus darf nur mit den geeigneten Ladegeräten erfolgen. Alte Batterien und Akkus entfernt man nach ihrem Verfalldatum aus den Geräten und entsorgt sie fachgemäß. Zur Schonung der Umwelt sind wiederaufladbare Akkus den Batterien vorzuziehen. Alte Batterien und Akkus mit Cadmium und Quecksilber sind heute nicht mehr erlaubt. Sie müssen bei einer Batteriesammelstelle unverzüglich entsorgt werden.

Entsorgung
Batterien und Akkus dürfen nicht in den Hausmüll gelangen. Sie werden bei einer Sammelstelle für Batterien abgegeben.
 
 
Batteriesammelbehälter

Alte Batterien gehören in einen Batteriesammelbehälter



Erste-Hilfe
  • Bei Hautkontakt mit ausgelaufenen Batterien Haut mit viel Wasser waschen. Batterie vorsichtig mit Schutzhandschuhen anfassen und in einen Sammelbehälter geben.
  • Stecken sich Kinder Knopfzellen in Mund, Nase und Ohren, müssen diese sofort entfernt werden. Gelingt dies nicht, ist ein Arzt aufzusuchen. Bleibt eine Knopfzelle in der Luftröhre stecken, besteht Erstickungsgefahr, Rettungsdienst alarmieren! Beim Verschlucken muss eine ärztliche Beobachtung erfolgen.
 
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