Radium Lanthan  Thorium  
 Actinium                                         89Ac
 engl. actinium; griech. aktis ("Strahl")
 


Halbwertszeit für Ac-227 *):
21,77 Jahre 
Rel. Atommasse *) 
Ordnungszahl      
Schmelzpunkt      
Siedepunkt      
Oxidationszahlen       
Dichte      
Härte (Mohs)       
Elektronegativität      
Elektronenkonfig.     
Natürl. Häufigkeit    
   
*) langlebigstes 
Isotop 
227,0278   
89   
1051 °C   
3198 °C   
3   
10,07 g/cm³   
keine Angaben    
1,1 (Pauling)   
[Rn]6d17s2   
Ac-225  Spuren   
Ac-227  Spuren   
Ac-228  Spuren 
 
 
 
     
 
 
 Physikalisch-chemische Eigenschaften
Actinium ist ein silbrig glänzendes und relativ weiches Schwermetall. Es ist stark radioaktiv - viel stärker als Radium - und leuchtet schon im Tageslicht leicht bläulich. Das in den Uranerzen enthaltene Actinium enthält drei natürliche Isotope, von denen Ac-227 mit 21 Jahren die längste Halbwertszeit besitzt. Actinium als erster Vertreter der Actinide ähnelt in seinen Eigenschaften mehr den Alkalimetallen als dem Lanthan: An der Luft oxidiert es rasch, mit Wasser und mit Säuren reagiert es heftig unter Wasserstoffbildung. 
    
 
Actinium leuchtet im Dunkeln (Virtuelle Darstellung)
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So könnte es aussehen, wenn ein Stück Actinium im Dunkeln leuchtet.
 
   
Toxikologie 
Wie alle anderen radioaktiven Elemente wirkt das Actinium im Körper stark toxisch und erzeugt Strahlenschäden.
  
Vorkommen 
Häufigkeit   sehr selten

Actinium ist 1000mal seltener als Radium und kommt in der Natur in den Uranerzen nur in geringsten Spuren vor. Dort entsteht es gemäß der Uran-Actinium-Zerfallsreihe.
  
 
 
Pechblende (schwarz) aus La Creusa/Wallis

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 Aus der Uran-Pechblende lassen sich viele radioaktive Elemente gewinnen.
 
 
Geschichte 
Das Element wurde im Jahre 1899 von dem französischen Chemiker André Louis Debierne (1874-1949) in Paris entdeckt, als er Rückstände aus der schwarzen Pechblende untersuchte. In Anlehnung an den Namen für Radium (von lateinisch radius, "der Strahl") verwendete er bei der Namensgebung das analoge griechische Wort aktis ("der Strahl"). Unabhängig davon entdeckte Friedrich Oskar Giesel (1852-1927) das Element drei Jahre später in Braunschweig. Im Jahre 1950 stellte F.T. Hageman in Chicago durch den Neutronenbeschuss von ein Gramm Radium (siehe unter Herstellung) etwa 1,25 Milligramm Actinium her, aus dem er auch mehrere Salze bildete.
  
Herstellung
Eine Herstellung aus der Pechblende kommt wegen des geringen Gehalts nicht in Frage. Actinium wird daher künstlich aus Radium durch Neutronenbeschuss erzeugt:

       

Die Isolierung des Actiniums erfolgt durch Ionenaustausch und Lösungsmittel-Extraktion. Durch eine Reduktion des erhaltenen Actiniumoxids Ac2O3 mit Thorium bei hoher Temperatur im Vakuum erhält man das silberweiße Metall. 
  
Verwendung 
Aufgrund der hohen Radioaktivität dient Actinium als α-Strahlenquelle zur Erzeugung von Neutronen. Bei der Aktivierungs-Analyse von Erzen werden die zu untersuchenden Stoffe mit Neutronen beschossen, so dass ein Teil der beschossenen Atome radioaktive Isotope bildet. Aufgrund von deren Halbwertszeit und deren Aktivität kann man Rückschlüsse über das vorliegende Erz schließen. In Satelliten wird das Metall zur thermionischen Energieerzeugung benutzt. 
 
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