Erbium  Mendelevium Ytterbium
 
 Thulium                                          69Tm
 engl. thulium; nach dem alten Namen für Skandinavien "Thule"
 
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Relat. Atommasse    
Ordnungszahl     
Schmelzpunkt     
Siedepunkt     
Oxidationszahlen      
Dichte     
Härte (Mohs)      
Elektronegativität     
Elektronenkonfig.    
Natürl. Häufigkeit   
  
 
168,93421   
69    
1545 °C     
1950 °C     
3, 2   
9,321 g/cm³    
keine Angaben  
1,25 (Pauling)     
[Xe]4f136s2    
Tm-169  100%   
   
  
 
 
      
   
GHS-Piktogramm  
 Gefahr
Gefahren (H-Sätze) 
 
H 228 
   
(Pulver)
CAS-Nummer  
  
7440-30-4 
    
 
 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Thulium ist ein silbergraues und sehr weiches Schwermetall, das gut dehnbar und mit dem Messer schneidbar ist. Das Metall ist an trockener Luft relativ beständig, von feuchter Luft wird es aber angegriffen. In feinverteiltem Zustand ist es pyrophor. Mit Wasser entsteht langsam Wasserstoff- und das Hydroxid, mit Säuren reagiert es unter Wasserstoff- und Salzbildung.  
   
Toxikologie 
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit ist vermutlich bei allen Lanthaniden und deren Verbindungen die Wirkung auf den Menschen ähnlich. Das feinverteilte Metall, die Oxide und die Hydroxide reizen Augen und Schleimhäute. Das kompakte Metall ist chemisch aber relativ stabil.
  
Vorkommen 
Thulium steht mit einem Anteil von 0,000019% an 66. Stelle der Elementhäufigkeit. Es ist damit etwas häufiger als Silber. Das Element kommt chemisch gebunden oft in Begleitung mit den anderen Lanthaniden in den Ytter-Erden, so auch in den Mineralien der Gadolinit-Gruppe oder der Monazit-Gruppe vor.   
 
 
 Gadolinit-(Y) aus Ytterby/Schweden
 
 
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 Schwarzer Gadolinit-(Y) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden.
 
 
Geschichte 
Der schwedische Chemiker Per Theodor Cleve (1840-1905) untersuchte im Jahre 1879 die von C.G. Mosander schon 1843 hergestellte erbiumoxidhaltige Erbin-Erde. Aus dieser Erde konnte er ein weiteres unreines Oxid isolieren. Cleve benannte das darin enthaltene Element nach dem nordischen Sagenland Thule, einem alten Namen für Skandinavien (siehe auch Grafik beim Element Yttrium). Nachdem sich viele Chemiker erfolglos um die Darstellung von reinem Thuliumoxid bemüht hatten, gelang die Herstellung des reinen Oxids erst im Jahre 1911. 
  
Herstellung     
Die Gewinnung erfolgt aus Monazitsand, der pro Tonne etwa 70 Gramm Thulium enthält. Nach einer Anreicherung werden die thuliumreichen Erden durch Ionenaustauschverfahren abgetrennt. Nach einer Überführung in die Chloride oder die Fluoride erhält man das Metall durch eine Reduktion mit Calcium, Kalium oder Magnesium. 
  
Verwendung 
Thulium spielt eine geringe Rolle bei der Leuchtstoffaktivierung in Farbbildröhren. Die Thuliumisotope Tm-170 und Tm-171 dienen in der Technik als Strahlungsquellen für Werkstoffprüfungen. 
 
Copyright: Thomas Seilnacht