Strontium Scandium  Lanthan Zirconium
 
 Yttrium                                              39Y
 engl. yttrium; nach der schwed. Ortschaft "Ytterby" bei Stockholm
 
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Relat. Atommasse  
Ordnungszahl   
Schmelzpunkt   
Siedepunkt   
Oxidationszahlen    
Dichte   
Härte (Mohs)    
Elektronegativität   
Elektronenkonfig.  
Natürl. Häufigkeit   
 
88,90585    
39    
1522 °C    
3345 °C    
   
4,469 g/cm³   
keine Daten 
1,22 (Pauling)    
[Kr]4d15s2   
Y-89  100%   
 
 
 
      
 
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16 sek
Auf ein Stück kompaktes Yttrium wird 10%ige Salzsäure getropft. 
    
  GHS-Piktogramme  
  Gefahr
Gefahren (H-Sätze)  
H 228 
  
 
(Pulver)
CAS-Nummer 
7440-65-5 
  
 
 
 
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Das bleigraue Yttrium überzieht sich an der Luft mit einer grauen Oxidschicht, die das Metall vor weiterer Oxidation schützt. Oberhalb von 500°C verbrennt Yttriumpulver mit rötlicher Flamme. Mit dem Sauerstoff reagiert es zu Yttriumoxid:  
  
4 Y  +  3 O2   2 Y2O3      ΔHR = -1907 kJ/mol 
  
Mit heißem Wasser und mit Säuren reagiert es unter Wasserstoffbildung zu dreiwertigen Yttriumsalzen. Mit Chlor bildet sich Yttrium(III)-chlorid. 
 
 
 Yttrium reagiert mit verdünnter Salzsäure
 
 
 
 
 Deutlich ist die Gasbildung zu sehen. 
 
 
Toxikologie 
Stäube von Yttrium oder Yttriumoxid werden beim Einatmen in der Lunge eingelagert. Es besteht die Gefahr, das sich eine chronische Lungenfibrose ausbildet. Dabei bildet sich übermäßig viel Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und den Blutgefäßen. Als Folge treten Atemnot, Müdigkeit und chronischer Husten auf. 
    
Vorkommen 
Yttrium ist ein relativ häufiges Element und steht mit einem Anteil von 0,0026% an 32. Stelle der Elementhäufigkeit zwischen Rubidium und Neodym. Aus den Yttererden lassen sich zahlreiche Elemente der Seltenen Erden gewinnen. Zu diesen Mineralien gehören zum Beispiel die Gadolinite, die Xenotime, die Euxenite, die Samarskit oder die Betafite. Yttriumoxid ist ein Hauptbestandteil der Yttererden.  
 
 
 Gadolinit-(Y) aus Ytterby/Schweden
 
 
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 Schwarzer Gadolinit-(Y) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden.
 
 
Geschichte 
Das Element wurde im Jahre 1794 von dem finnischen Chemiker Johan Gadolin (1760-1852) in Abo/Finnland bei Untersuchungen am Mineral Ytterbit (der alten Bezeichnung für Gadolinit) in Form seines Oxids entdeckt. Er benannte die gefundene Seltene Erde "Yttererde", nach dem Namen des ersten Fundortes beim Ort Ytterby. Das vermutete Element erhielt den Namen Yttrium. Nach dem Ortsnamen wurden später weitere Elemente benannt, so zum Beispiel Ytterbium, Terbium und Erbium 
  
  
 Der Entdecker des Yttriums
 
 
 
 
 Johan Gadolin (1760-1852)
 
 
Friedrich Wöhler erhielt das Yttrium in unreiner Form im Jahre 1828 durch Reduktion von Yttrium(III)-chlorid mit Kalium. Im Jahre 1843 bewies Carl Gustav Mosander, das die Ytter-Erde ein Mischung mehrerer Oxide darstellte und entdeckte dabei die Elemente Erbium und Terbium. In der Folgezeit entdeckten mehrere Chemiker eine ganze Reihe weiterer Elemente bei der Untersuchung der Yttererde, so zum Beispiel Ytterbium, Scandium, Holmium, Thulium, Dysprosium, Gadolinium und Lutetium. Reines Yttrium konnte jedoch erst im Jahre 1935 durch die Chemiker West und Hopkins hergestellt werden. Das chemische Symbol "Y" für Yttrium hatte bereits J.J. Berzeliius im Jahre 1814 vorgeschlagen.  
  
 
 Die Entdeckung der Metalloxide in der Yttererde
 
 
 
 
 Literaturquelle: nach Binder [4]
 
  
Herstellung     
Die Seltenen Erden werden zunächst mit Schwefelsäure behandelt, wobei Yttriumsulfat entsteht. Dieses wird durch Extraktion, Ionenaustauschverfahren und Komplexbildung von den übrigen Verbindungen der anderen Elemente abgetrennt und nach seiner Fällung als Oxalat zu Yttriumoxid verglüht. Durch eine Reaktion mit Hydrogenfluorid erhält man Yttrium(III)-fluorid, das durch eine Reduktion mit Calcium oder Magnesium zu einer Legierung aus Yttrium, Calcium und Magnesium umgewandelt werden kann. Durch eine nachfolgende Vakuumdestillation können die niedriger siedenden Metalle wie Magneisum und Calcium abgetrennt werden. Man erhält einen Yttriumschwamm, aus dem durch Schmelzen im Lichtbogenofen das reine Metall isoliert werden kann. 
  
  Verwendung 
Das Metall ist ein Legierungsbestandteil von Heizleiterleitungen und von Chrom-Nickel-Stahl. Dort verbessert es die Oxidationsbeständigkeit. In Zündkerzen für Ottomotoren erhöht es die Lebensdauer der Kerzen. Yttrium-Cobalt-Legierungen dienen zur Herstellung von Dauermagneten. Yttriumverbindungen wie das Yttriumvanadat dienen zusammen mit Europium in Fabbildröhren als Aktivatoren für das rote Leuchten. Eine künstlich hergestellte Verbindung mit dem Namen "YAG" (Yttrium-Aluminium-Granat) wird in der Lasertechnik und als künstlicher Diamant bei der Schmuckherstellung verwendet. Die Verbindung "YIG" (Yttrium-Iron-Garnet = Yttrium-Eisen-Granat) wird in der Elektronik zur Herstellung von Speicherchips und in der Hochfrequenztechnik eingesetzt.  
 
 
 Zündkerze mit Yttriumelektrode
 
 
 Das Yttrium erhöht die Lebensdauer der Zündkerzen. Der Zündstift besteht aus
einem Kupferkern, auf den das Yttrium in Richtung der Elektrode aufgesetzt ist.
 
 
Copyright: Thomas Seilnacht