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  Blei(II)-nitrat   Pb(NO3)2 
  
  
  
 
 
 
Durchsichtige, farblose Kristalle   
oder weißes, kristallines Pulver
Molmasse  331,2 g/mol   
  
AGW  0,1 mg/m3 (MAK)  
Dichte  4,53 g/cm3   
Schmelzpunkt   +470 °C  
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 59,7 g
Piktogramme  
  
GHS 03
GHS 05
GHS 07
 
 
GHS 08  
GHS 09  
Gefahr

Gefahrenklassen + Kategorie  
Oxidierende Feststoffe 2
Schwere Augenschädigung 1
Akute Toxizität oral/inhalativ 4
 
  
Reproduktionstoxizität (F) 2  
Reproduktionstoxizität (D) 1A  
Spez. Zielorgantoxizität w. 2 (Blut, Immunsystem, Nieren, ZNS)  
Gewässergefährd. akut/chron. 1
HP-Sätze (siehe Hinweis)   
   
H 272, 302, 318, 332, 360D, 361F, 373 (Blut, Immunsystem, Nieren, ZNS), 410   
P 273, 280.1-3,5+7, 305+351+338, 308+313   
   
Entsorgung  siehe Hinweis
 
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  10099-74-8 Blei(II)-nitrat Lead(II) nitrate
     
Bemerkung für Schulen: Blei(II)-nitrat kann über die Haut aufgenommen werden und kann das Kind im Mutterleib schädigen. Schülerexperimente mit Blei(II)-nitrat dürfen nicht durchgeführt werden. Gebärfähige Frauen, werdende oder stillende Mütter dürfen mit diesem Stoff nicht arbeiten.
   
  
Eigenschaften 
  
Blei(II)-nitrat ist in Wasser leicht löslich, eine 20%ige Lösung besitzt den pH-Wert 3-4. Es ist ein gutes Oxidationsmittel und zersetzt sich beim Erhitzen unter Freisetzung von Stickstoffdioxid und Sauerstoff  
  
2 Pb(NO3)   2 PbO  +  4 NO2  +  O2  

    
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Beim Erhitzen von Blei(II)-nitrat entsteht ein gelbes Gas

 Diese Demonstration wird für Schulen nicht empfohlen. Film erhältlich auf >DVD     
  

Herstellung 
  
Man kann Blei(II)-nitrat leicht durch ein Erwärmen eines Gemisches aus Blei(II)-oxid mit verdünnter Salpetersäure herstellen. Beim Abkühlen scheiden sich Kristalle von Blei(II)-nitrat ab. Statt Blei(II)-oxid könnte man auch Blei nehmen.
  
PbO  +  2 HNO3   Pb(NO3)2  +  H2O
    
  
Verwendung 
  
Blei(II)-nitrat dient zur Darstellung anderer Bleiverbindungen. Bei der Zugabe von Kaliumchromat in eine wässrige Lösung fällt gelbes, unlösliches Bleichromat aus. Mit Kaliumiodid entsteht giftiges Bleiiodid, ein gelbes Farbpigment, das bei Druckverfahren verwendet wird:  
   
Pb(NO3)2  +  2 KI   PbI2  +  2 KNO3  
   
Ferner dient Blei(II)-nitrat zur Herstellung von Textilbeizen und Initialsprengstoffen. Bleiazid entsteht beispielsweise bei der Reaktion von Natriumazid und einer wässrigen Blei(II)-nitratlösung.
   
  
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