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  Nickel(II)-sulfat   NiSO4
Flasche

Teflonverschluss
   
 
 
  
Smaragdgrünes, kristallines  
Pulver

Vorkommen
Mineral Morenosit

Molmasse (wasserfrei)  154,756 g/mol   
(Hexahydrat)  262,847 g/mol
(Heptahydrat)  280,862 g/mol


AGW   k.a., krebserzeugender Stoff
Zersetzung  +840 °C  
Dichte (wasserfrei)  4,01 g/cm3 
Dichte (Hexahydrat)  2,07 g/cm3
Dichte (Heptahydrat)  1,98 g/cm3
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 40,4 g
Piktogramm  
GHS 07
GHS 08
GHS 09
 
Gefahr
 
 
 
 
Gefahrenklassen + Kategorie  
Akute Toxizität oral 4  
Akute Toxizität inhalativ 4  
Ätz/Reizwirk. auf die Haut 2  
Sensib. der Atemwege/Haut 1  
Keimzellenmutagenität 2  
Karzinogenität 1A  
Reproduktionstoxizität 1B
Spez. Zielorgantoxizität  w. 1  
Gewässergef. akut/chronisch 1
HP-Sätze (siehe Hinweis)      
 
H 302, 315, 317, 332, 334, 341, 350i, 360D, 372, 400, 410  
   
P 201, 260, 273, 280.1-4+5+7, 308+313, 342+311, 302+352
   
Entsorgung  
besondere Hinweise

Deutscher Name Englischer Name
CAS 7786-81-4
CAS 10101-97-0
CAS 10101-98-1
Nickel(II)-sulfat
Nickel(II)-sulfat Hexahydrat
Nickel(II)-sulfat Heptahydrat
Nickel(II) sulfate
Nickel(II) sulfate hexahydrate
Nickel(II) sulfate heptahydrate

Bemerkungen für Schulen: Stäube können beim Einatmen Krebs erzeugen. Bei Berührung mit der Haut können schwere allergische Reaktionen auftreten. Nickel(II)-sulfat darf an Schulen nicht verwendet werden. In alten Chemiekästen oder in Sets zur Kristallzüchtung war der Stoff früher enthalten. Solche Altlasten müssen sicher entsorgt werden. Der Verkauf in Kristallzuchtsets für Privatanwender ist heute verboten.


Eigenschaften 
 
 

Nickel(II)-sulfat Hexahydrat und auch das Heptahydrat sind smaragdgrüne, kristalline Salze, die sich gut in Wasser mit türkisblauer Farbe lösen. Die Hydrate geben beim Erhitzen schon ab 100°C ihr Kristallwasser ab. Bei etwa 300°C liegt das grüne, wasserfreie Salz vor. Dieses zerfällt bei 840°C in Nickel(II)-oxid und Schwefeltrioxid. Früher gab es im Handel Kristallzuchtsets mit Nickelsulfat Hexahydrat oder "Nickelvitriol" zum Züchten von Kristallen. Durch Auskristallisieren aus der konzentrierten Lösung enstanden türkisblaue bis smaragdgrüne Kristalle, die nach dem tetragonalen System kristallisierten. Diese Anwendung ist heute an Schulen verboten. Auch an Privatanwender darf kein Nickel(II)-sulfat mehr ausgehändigt werden.


Nickel(II)-sulfat

Nickel(II)-sulfat Hexahydrat


Herstellung

Eine Möglichkeit zur Herstellung im Labor wäre das Auflösen von Nickel in verdünnter Schwefelsäure. Die industrielle Herstellung erfolgt durch die Umsetzung von Nickel(II)-hydroxid mit Schwefelsäure. Dabei entsteht das Heptahydrat:
 

Ni(OH)2  +  H2SO4  +  5 H2O
reagiert zu  NiSO4 7 H2O


Verwendung

Nickel(II)-sulfat wird vor allem in der Galvanik zum Vernickeln benötigt. Die chemische Industrie stellt daraus andere Nickelverbindungen und Katalysatoren her. Früher wurde es in der Färberei als Beizmittel eingesetzt.


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