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  Natriumnitrat  NaNO3 
Flasche   
  
   
Farblose Kristalle   
oder kristallines, weißes Pulver   

Vorkommen   
Chilesalpeter-Lagerstätten,
Mineral Nitronatrit

Molmasse  84,995 g/mol   
  

 
AGW  keine Angaben
Dichte  2,261 g/cm3   
Schmelzpunkt  +306,5 °C  
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 91,2 g
Piktogramm  
GHS 03
GHS 07
 
 
Achtung
Gefahrenklassen + Kategorie   

Akute Toxizität oral 4
Oxidierende Feststoffe 3

HP-Sätze (siehe auch Hinweis)      
H 272, 302  
P 210, 221, 280.3, 301+312
 
Entsorgung  siehe Hinweis
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 7631-99-4 Natriumnitrat Sodium nitrate
       
Eigenschaften 
  
Natriumnitrat bildet durchsichtige Kristalle nach dem hexagonalen System. Es kommt als weißes, kristallines Pulver in den Handel. Da das Nitrat früher aus Lagerstätten in Chile gewonnen wurde, ist er auch unter der deutschen Bezeichnung Chilesalpeter bekannt. Das Natriumsalz der Salpetersäure zieht gerne Luftfeuchtigkeit an, es ist hygroskopisch. Aus diesem Grund eignet es sich als Oxidationsmittel im Schießpulver nicht so gut wie Kaliumnitrat. Natriumnitrat ist im kalten Wasser auch besser wasserlöslich als dieses. Es löst sich unter Abkühlung. Beim Mischen mit brennbaren oder leicht oxidierbaren Stoffen wie Metallpulver entstehen explosionsgefährliche Mischungen. Beim Erhitzen über 380°C zersetzt sich Natriumnitrat zu Natriumnitrit, wobei Sauerstoff und Stickoxide abgegeben werden. Oberhalb von 800°C entsteht Natriumperoxid.


Natriumnitrat
   
  
Herstellung 
  
Natriumnitrat wurde früher aus natürlichen Vorkommen aus dem Chilesalpeter gewonnen. Industriell gewinnt man es heute durch die Reaktion von Natriumcarbonat mit Salpetersäure:

Na2CO3  +  2 HNO3 reagiert zu  2 NaNO +  H2O  +  CO2

   
  
Verwendung 
  
Natriumnitrat wird zur Herstellung von Zündhölzern und Düngemitteln benötigt. In der chemischen Industrie ist es ein Zwischenprodukt zur Herstellung von Kaliumnitrat. Als Pökelsalz ist Natriumnitrat zur Konservierung als Lebensmittelzusatzstoff E 251 zugelassen. Im Zement und in chemischen Abflussreinigern dient es als Zusatzmittel.
   

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