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  Natriumformiat   Na(HCOO)
Flasche
   
 

  
Weißes, kristallines Pulver
oder farblose Kristalle

Vorkommen
Brennnessel, Ameisen
Molmasse   68,008 g/mol   
 


AGW   keine Angaben
Zersetzung  257,3 °C  
Dichte  1,92 g/cm3     
Wasserlöslichkeit 
Konz. bei 20 °C 550 g/l
- -
Entsorgung  G 3 
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  141-53-7
Natriumformiat
Natriummethanoat
Sodium formate
Sodium methanoate


Eigenschaften   

Natriumformiat bildet farblose Kristalle nach dem monoklinen System. Das kristalline Pulver erscheint weiß. Das Natriumsalz der Ameisensäure schmeckt salzig bis bitter. Natriumformiat ist sehr gut in Wasser löslich und bildet eine alkalische Lösung. Die Kristalle zerfließen an der Luft, da sie hygroskopisch sind und Wasser anziehen. Natriumformiat kann andere Stoffe reduzieren. Beim Erhitzen bilden sich Natriumoxalat und Wasserstoff. Das Oxalat zersetzt sich beim weiteren Erhitzen zu Kohlenstoffmonooxid und Natriumcarbonat.


Natriumformiat


Herstellung

Natriumformiat kann durch das Neutralisieren der Ameisensäure mit Natriumhydroxid oder Natronlauge hergestellt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Synthese aus Natriumhydroxid und Kohlenstoffmonooxid unter hohem Druck:

NaOH  +  CO
reagiert zu   NaCOOH


Verwendung

Natriumformiat ist ein Zwischenprodukt zur Herstellung der Ameisensäure und der Oxalsäure. Es dient auch zum Imprägnieren von Textilien und Lederwaren. Bei der Edelmetallgewinnung wird es als Fällungsreagenz eingesetzt. Auf Flughäfen dient Natriumformiat zusammen mit Kaliumacetat als Streusalzersatz, da es nicht korrosiv wirkt. Aufgrund seiner relativ hohen Dichte dient es als Bohrhilfsmittel bei Ölbohrungen. Früher waren Natriumformiat und Ameisensäure als Lebensmittelzusatzstoffe zur Konservierung zugelassen. Heute sind beide in Lebensmitteln verboten.


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