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  Borsäure   H3BO3 
  
   

Weißglänzendes Pulver   
oder Plättchen   
   
Natürliches Vorkommen   
in heißen Quellen gelöst  
als Mineral (Sassolin)
Molmasse  61,833 g/mol   
  


AGW   0,5 mg/m3 E (TRGS 900) 
pKs-Wert (H3BO3)  +9,27
Dichte  1,5 g/cm3   
Schmelzpunkt  170,9 °C   
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 5,80 g
Piktogramme 
GHS 08 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Reproduktionstoxizität (FD) 1B 
HP-Sätze (siehe Hinweis)  
H 360FD  P 201, 261, 280.1-3+5+7, 308+313 
Entsorgung  G 4    
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 10043-35-3 Borsäure Boric acid
   
Bemerkung für Schulen: Borsäure ist ein reprotoxischer Stoff. Schülerversuche dürfen nicht damit durchgeführt werden. Gebärfähige Frauen, werdende oder stillende Mütter dürfen mit diesem Stoff nicht arbeiten. Beim Arbeiten mit Borsäure sind Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung notwendig. Beim Freiwerden von Stäuben ist eine Staubschutzmaske zu tragen und eine Arbeit im Abzug ist obligatorisch.
   
  
Eigenschaften 
  
Borsäure löst sich im Wasser mit schwach saurer Reaktion und ist auch in Ethanol und Glycerin löslich. Beim Erhitzen auf 130 °C geht sie in Methaborsäure über  HBO2 . Beim Erhitzen auf 170 °C entsteht eine glasige Schmelze, die sich unter Aufblähen in wasserfreies Bortrioxid (B2O3) umwandelt. Erhitzt man Borsäure rasch auf die Schmelztemperatur von 170,9 °C löst die Schmelze wie Borax Metalloxide auf.  Beim Vermischen von Borsäure mit Methylalkohol und konzentrierter Schwefelsäure entsteht Borsäuremethylester. Diese Verbindung ist sehr flüchtig, sie erzeugt eine grüne Flammenfarbe: 
   
 
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Demonstration für Schulen problematisch. Film erhältlich auf >DVD
    

Herstellung 
  
Die Herstellung erfolgt aus Borax und Schwefelsäure  
  
Na2B4O7  +  H2SO4  +  5 H2  4 H3BO3  +  Na2SO4
    
  
Verwendung 
  
Borsäure dient zur Herstellung weiterer Borverbindungen wie Borate oder Borsäureester. Sie eignet sich als Flussmittel bei der Glas- und Emailproduktion, zur Konservierung in der Leder-, Holz-, und Klebstoffindustrie, als Flussmittel in der Galvanotechnik und in der Metallverarbeitung, als Imprägnierung und Brandschutz in der Textilindustrie, zur Herstellung von Borosilicatgläsern und bei der Kerzenherstellung zum Steifen der Dochte.
    
   
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