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  Citronensäure   C6H8O7 
    
  
Weißes, kristallines Pulver 
  
Vorkommen   
Stoffwechsel, Zitronen, Beeren, 
Tabak, Pilze, Nadelhölzer
Molmasse  192,124 g/mol   
 
AGW  keine Angaben 
Dichte   1,665 g/cm3   
Schmelzpunkt  +153 °C  
Zersetzung bei +175 °C  
Wasserlöslichkeit 
Konz. bei 20 °C 605 g/l 
Explosionsgrz.  max. 8 Vol.-% (Luft) 
Zündpunkt  +345 °C
Piktogramme 
GHS 05 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Schwere Augenschäd./-reizung 1 
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)  
H 318  P 280.3, 305+351+338, 310 Entsorgung  G 3
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  77-92-9 Citronensäure 
2-Hydroxy-1,2,3-propan-tricarbonsäure 
Citric acid 
2-Hydroxy-1,2,3-propane-tricarboxylic acid 
   
  
Eigenschaften 
 
Die reine, wasserfreie Citronensäure bildet farblose rhombische Kristalle, die leicht sauer schmecken. Sie lösen sich in Wasser und Ethylalkohol. In der Natur kommt die Citronensäure in zahlreichen Früchten vor.  
   
 
 
 
Reine Zitronensäure ist ein weißer kristalliner Stoff.
 
 
Innerlich eingenommen fördern geringe Mengen das Knochenwachstum, größere Mengen wirken giftig. Beim Erhitzen zersetzt sie sich ab 175 °C. Mit Natriumhydrogencarbonat (in Backpulver) und Wasser entwickelt sich in einer heftigen Reaktion Kohlenstoffdioxid. Sie gehört zur Klasse der organischen Hydroxy-Carbonsäuren und besitzt drei Carboxy-Gruppen (s.o.). Mit Alkalimetallen (Lithium, Natrium, Kalium) bildet sie ihre Salze, die Citrate.   
   
Alle drei COOH-Gruppen (Carboxy-Gruppen) können Protonen abspalten, wenn die Citronensäure mit Wasser vermischt wird. Daher wirkt die Citronensäure als Säure. Eine wässrige Citronensäurelösung leitet elektrischen Strom, da beim Lösen der Säure in Wasser Ladungsträger (Ionen) gebildet werden.   
   
An den Carboxy-Gruppen kann auch eine Veresterung mit Alkoholen zu Citronensäureestern stattfinden. Diese besitzen als Weichmacher für Kunststoffe Bedeutung.
   
 
Herstellung 
  
Früher erfolgte die Herstellung fast ausschließlich aus Citrusfrüchten. Dieses Verfahren kann im Labor nachvollzogen werden: Citronensaft wird mit konzentrierter Ammoniaklösung versetzt und filtriert. Im Filtrat findet sich Ammoniumcitrat, welches durch eine Fällungsreaktion mit Calciumchlorid zu Calciumcitrat umgewandelt werden kann. Nach erneuter Filtration wird der Rückstand mit 25%-iger Schwefelsäure versetzt und nochmals filtriert. Im Filtrat findet sich nun eine Citronensäurelösung, im Rückstand bleibt Gips zurück. Die reine Citronensäure erhält man durch eine anschließende Kristallisation. Heute gewinnt man Citronensäure jedoch durch eine mikrobiologische Fermentation aus Zuckerabfällen, z.B. unter Mithilfe des Schimmelpilzes Aspergillus niger.
   
 
Verwendung 
  
In Lebensmitteln als Zusatzstoff (E 330), in Backpulvern, Brauselimonaden, zur Ansäuerung von Getränken und Backwaren; in kosmetischen Produkten; zum Reinigen von Metallflächen und zum Entkalken; zum Beizen von Textilien vor dem Färbeprozess; zur Verhinderung der Blutgerinnung bei Blutkonserven; als Entfärbemittel von Tinteflecken und zum Entfärben von Olivenöl. 
   
  
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